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Empoli F.C. - Catania Calcio  2:1 (2:1)

  am 06.05.2007, Stadio Carlo Castellani, Italien, Serie A, 7.000 Zuschauer  


Wieder mal Urlaubszeit. Diesmal hatte es mich (genauer gesagt meine italophile Freundin) in die schöne Toskana, im Konkreten nach Florenz, verschlagen. Nachdem von Anfang an klar war, dass dieser Urlaub nicht ausschließlich den schönen Künsten (sofern man geneigt ist, Rotwein, Trüffel und die weiteren Schätze der Cucina Toscana ebenjenen zuzuordnen) gewidmet ist, sondern auch zumindest ein Ground fallen würde, begann die Reiseplanung bereits im März. Nach Rücksprache mit unseren Gastgebern und eingehendem Studium der Spielpläne der Serien A und B drängte sich die Serie A Partie zwischen den heuer überraschend starken Empoliern (oder wie auch immer die korrekte Bezeichnung lauten mag) und dem seit heuer berühmt-berüchtigten Team aus Sizilien auf. Nachdem es mir im Vorfeld nicht gelang zu eruieren wie die Stadionsituation in Empoli im Bezug auf die Sperren aussieht (da entweder die (Online-)informationspolitik des italienischen Verbandes jener des ehemaligen Politbüros der KpdSU entspricht oder meine Italienischkenntnisse schlicht und ergreifend zu erbärmlich waren um mich auf den offziellen Websites zurechtzufinden) war ich bis zuletzt etwas skeptisch ob sich mein Groundpunktekonto in der folgende Woche tatsächlich erhöhen würde. Erste Entspannung verschaffte mir unser Gastgeber in Florenz der meine diesbezüglichen Fragen (immerhin konnte ich mich zu einer 1-2 minütigen Begrüßung durchringen, ehe ich die wirklich wichtigen Punkte dieses Aufenthalts klären wollte) zwar nur grob aber durchaus hoffnungsvoll beantworten konnte (was bedeutet, dass er sich nicht besonders für Fussball interessiert, aber prinzipiell zu wissen glaubte, dass die Spiele im Empoli wieder ganz normal für Zuseher freigegeben sind). Allerdings meinte er auch zu wissen, dass man Tickets für dieses Spiel überall in Florenz (Empoli ist ja nur wenige KM entfernt) erwerben könne, was sich einen Tag und viele Capuccinos später jedoch als Fehlinformation herausstellte (der geneigte groundhoppingwillige Leser merke sich: Karten für Empoli gibt’s entgegen anderslautender Gerüchte nur in Empoli). So wurde am Spieltag ca. 3 Stunden vor Spielbeginn nach Empoli gefahren. Bezüglich der Kartensituation packte mich eine Mischung aus Entspanntheit (immerhin ist die Serie A zur Zeit nicht gerade für ihren Zuschauerboom bekannt) und doch einer gewissen Nervosität (immerhin ist das Stadion mit ca. 20.000 Plätzen überschaubar und Empoli heuer stärker als erwartet). Im Endeffekt siegte die Entspanntheit. Zurecht wie sich herausstellte. Einige Umwege ums Stadion und einige Gespräche mit leicht konfus agierenden Carabinieris später (eine perfekt italienisch sprechende Freundin ist ein an Nutzen nicht zu unterschätzendes Accesoire für den unbedarften Italien-Hopper) befand sich eines jener neuen personalisierten Tickets (Reisepass beim Ticketkauf nicht vergessen !) in meinem Besitz. Die restliche Zeit bis Spielbeginn wurde für einen kurzen Spaziergang in Stadionnähe genutzt, und nachdem sowohl Auto als auch Freundin gut geparkt waren (zweitere in einem netten Cafe) gings los. Das Stadion besteht im Prinzip aus zwei doppelrangigen Sitzplatztribünen plus sieben weiteren (an die Ost“tribüne“ einer kleinen Sportstätte in Verteilerkreisnähe erinnernden) Stahlrohrkonstruktionen in den Kurven. Die Laufbahn bestätigt den Verdacht, dass es sich nicht um ein Fussballstadion im direkten Sinn handelt, sondern um eine Mehrzwecksportstätte die provisorisch als Heimstätte eines Vorortklubs dient, der einige Ligen höher spielt, als es man es von der Infrastruktur her geplant hätte (Pasching lässt grüßen). Als sich bis Spielbeginn nur geschätzte 6000-7000 Zuseher einfanden und von einer Heim-Kurve nichts zu sehen war (immerhin versammelten sich im Zentrum der Haupttribüne einige Fans die hin und wieder zumindest kleinere Fahnen präsentierten und gelegentlich ein „Empoli, Empoli !“ hören ließen) machte sich leichte Enttäuschung breit. Von organisiertem Support oder gar einfallsreichen Chants oder Choreos war keine Spur zu sehen und die Ultrabewegung dürfte an diesem Ort völlig vorbeigeschrammt sein (inwieweit das an den Repressionen der letzten Monate liegt wage ich nicht zu beurteilen). Meine Serie A Premiere schickte sich also an, ein gemütlicher Nachmittag ohne Höhepunkte zu werden. Immerhin hatte ein Auswärtsmob von geschätzten 100 Mann die weite Reise aus Sizilien auf sich genommen um den fantechnisch nicht vorhandenen Hausherren Paroli zu bieten. Auch hier hätte ich mir mehr erwartet. Supporttechnisch gabs auch von Gastseite wenig zu sehen oder zu hören (immerhin blieben mir 3 verschiedene Chants im Gedächtnis, von denen der einfallsreichste zumindest aus 3 Wörtern bestand: „Traditione Calcio Catania !“). Zum Spiel selbst gibt’s eigentlich wenig zu sagen. Nach einer Phase des Abtastens erkämpften sich die Hausherren die Überlegenheit im Mittelfeld und nutzten diese um einige Chancen herauszuarbeiten, die zunächst noch vergeben wurden. Ein schönes Solo wenig später sorgte dann doch für die bis dahin vediente Führung und kurz darauf ein Weitschuss (der alles andere als unhaltbar schien) für das 2:0. Der postwendende Angriff der Gäste führte zum Anschlusstreffer und damit zum Ende der unterhaltsameren Phase des Spiels. Den Rest der ersten und die gesamte zweite Halbzeit beschränkte sich Empoli darauf den Spielstand zu verwalten und die Sizilianer waren an diesem Tag zu schwach um dem Spiel noch eine Wendung zu geben. Einige halbherzig herausgespielte Halbchancen der Gastgeber sowie zwei (zumindest ansatzweise gefährliche) Verzweiflungsangriffe der Gäste in Minute 90 waren alles was in diesem Spiel noch passierte. In Erinnerung bleibt mir ein Spiel bei dem sowohl in Fan- als auch in sportlicher Sicht das Dazuschreiben des Grounds auf meine persönliche Liste noch das spektakulärste Erlebnis war.







































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