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Republic of Ireland - Slowakei  1:0 (1:0)

  am 28.03.2007, Croke Park, Irland, EM Qualifikation, 71.297 Zuschauer  


Nach einem fußballfreien Dienstag und zwei weiteren recht anstrengenden Arbeitstagen sollte am Mittwoch das Highlight der Tour folgen. Da auch einige meiner Kollegen das Spiel sehen wollten, machten wir etwas früher Schluss und mir blieb noch etwas Zeit, die ich mit einigen Freibieren aus der Hotelbar und mit sehr netten irischen Fans auf der Hotelterrasse verbrachte. Ich hatte extra mein Celtic Trikot dabei und da dies die populärste Klubmannschaft unter den irischen Supportern ist, fiel es mir nicht schwer, ins Gespräch zu kommen. Zwischendurch hielt ich immer wieder Kontakt zu meiner „Rapid-Connection“, die ja am Morgen unter anderem mit meiner „reservierten“ Karte angereist war. Noch ein letztes Pint im Pub und schließlich traf man sich auf der belebten Hauptstraße. Nachdem das Finanzielle (58 Euro) erledigt war, konnte es auch schon reingehen in den Croke Park, den ich die letzten Tage über zwar immer schon von Außen gesehen hatte, aber bis auf ein paar Blicke durch den Seiteneingang noch nicht von Innen begutachten konnte.Wolfgang und der Rest der Österreicher hatten die Karten über den slowakischen Verband bezogen und so waren wir natürlich in der Auswärtsecke. Das Stadion ist wirklich mächtig. An drei von vier Seiten gibt es drei überdachte Ränge, wobei am Mittelrang auch die auf der Insel nicht mehr wegdenkbaren Skyboxen untergebracht sind. Die vierte Seite hinterm Tor, in deren Ecke auch wir es uns gemütlich machten, ist einrangig und unüberdacht. Ingesamt fasst das Croke Park Stadium über 82.000 (!) Besucher und heute war es mit 71.000 (für Fußballveranstaltungen) so gut wie ausverkauft. Dazu muss man wissen, dass das eigentliche Fußballnationalstadion an der Lansdown Road (Fassung 47.000) gerade umgebaut wird. Nach langen Verhandlungen mit dem Verband des Gälischen Sports (Hurling, Irish Football) gelang es den Verbänden des Rugby und eben auch des Fußballs für die Zeit der Umbauarbeiten, eine Spielgenehmigung auf dem „heiligen Grün“ der GAA zu erlangen. Die vier Heimspiele des Jahres 2007 wurde vorerst nur im Abo verkauft und fanden sofort reißenden Absatz. So wurden für die Matches gegen Wales, die Slowakei, Zypern und Deutschland alle 67.000 (!) aufgelegten Dauerkarten an den Iren gebracht. Umso geiler, dass ich heute auch an traditionsreicher und seltener Stelle dem Ländermatch beiwohnen durfte.
Angekommen in der obersten Reihe des Auswärtsblocks hatte ich etwa eine halbe Stunde vor Anpfiff erstmals den vollen Überblick über den Ground. Während sich der Rest der Ränge recht gemächlich zu füllen begann, wars bei uns schon ziemlich voll. Überraschend viele Slowaken hatten den Weg nach Dublin mitgemacht, wobei man natürlich auch sagen muss, dass etliche Auswanderer, die in Irland ihre neue Heimat gefunden haben, darunter waren. Dennoch verdient diese Masse (etwa 2.000 bis 2.500) Respekt. Einige hatte tagsüber wohl schon ordentlich getankt und so war die Stimmung schon vor Anpfiff recht gut. Auch während des Spiels wurde von den Gästen recht gut und nahezu durchgehend gesungen, allerdings hatte man natürlich keine Chance, gehört zu werden, wenn ab und an der Roar der Iren aufbrauste. Die Hymnen, vor allem jene der Iren, waren ein Erlebnis für sich und nach einer Großchance von Vittek, die Goalie Shay Given zunichte machte, schlugen die Iren in Minute 13 in Form eines Hechtkopfballs von Kevin Doyle zu. Das Stadion war am Siedepunkt. Das frühe Tor tat dem Spiel an sich aber gar nicht gut. Die Iren zogen sich bis auf sporadische Konterangriffe zurück und machten hinten dicht. Die Slowaken wiederum, denen man das Mittelfeld überlassen hatte, versuchten zwar das Spiel zu machen, allerdings wurde dies durch die kampfstarken Iren und durch viele Eigenfehler immer wieder zunichte gemacht, sodass sich kaum Chancen ergaben. Die wenigen guten machten die beiden Torhüter, die einen guten Tag erwischt hatten, zunichte und so gings mit 1:0 in die Pause. Zur Stadionordnung ist zu sagen, dass es zwar Sitzplatzpflicht und Rauchverbot gibt, dass die Ordner aber beides nicht exekutierten. Eine Wohltat im Vergleich zu den Verhältnissen im Auswärtsblock von Manchester. Anders als in England beweist man hier diesbezüglich wenigstens Fingerspitzengefühl – zumindest im Fanblock. In Halbzeit zwei wurden die Slowaken druckvoller und kamen so auch zur einen oder anderen Chance, die aber durchwegs in den Armen von Given oder im Torout ihre Endstation fanden. Von den Rängen gabs beiderseits brauchbaren Support, wobei ich mir von der großen Masse der Iren insgesamt doch etwas mehr erwartet hätte. „The Republic“ brachte das knappe 1:0 wie schon einige Tage zuvor gegen Wales über Zeit und rettete mit diesen beiden nicht berauschenden, aber vom Ergebnis her passenden Spielen dem Nationaltrainer Steve Staunton weiter den Kopf.Die sieben Personen umfassende Gruppe aus Österreich wurde von mir noch auf die Hotelterrasse „entführt“, wo man bei dem einen oder anderen Guiness noch übers Match und die weiteren und vergangenen Hoppingpläne sprach, ehe die Jungs in Richtung ihrer Hotels aufbrechen mussten. Ein Dank an dieser Stelle noch mal an Wolfgang Seitz für das Checken der Ticks und die reibungslose Übergabe.Am Folgetag war dann etwas Kater angesagt in der „Bude“, allerdings war es mein letzter Arbeitstag auf der Insel, ehe es am Freitag via Zürich wieder retour nach Wien ging. Eine sehr interessante Woche lag hinter mir. Luxus und Business auf der einen und die Bodenständigkeit der Fußballfans auf der anderen Seite. Beruflich sehr interessant, Land und Leute sowie natürlich der Fußball noch viel mehr. Einen Trip nach Irland und nach Dublin im Speziellen kann ich jedem nur ans Herz legen und zwar nicht nur Leuten, die an Trink- und Fußballkultur interessiert sind. Man trifft dort auf eine sehr weltoffene und moderne Gesellschaft und auf eine durchaus sehenswerte Stadt. Allerdings sollte man darauf achten, dass der Geldbeutel nicht zu dünn ist.
So hatte ich dann auch den ersten Länderpunkt „auf Firmenkosten“ verbucht, eine Angelegenheit, die zwar unter Hoppern verpönt ist, aber sicher eine Ausnahme in der näheren Zukunft bleibt und außerdem eine Chance, die ich mir nicht entgehen lassen konnte.








































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