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Photos und Berichte > Österreichisches Nationalteam


Venezuela - Österreich  1:0 (1:0)

  am 06.09.2006, St. Jakob Park, Schweiz, Testspiel, 1.500 Zuschauer  


Der zweite und letzte Teil der Tour de Suisse wurde per Tagesausflug mit Übernachtung bewältigt. Urlaubstechnisch und finanziell war es einfach nicht drin, eine fast gesamte Woche im Land des Schweizer Frankens zu verbringen. Also wurden Montag und Dienstag noch zwei Arbeitstage in den heimischen Gefilden eingeschoben um Mittwochs wieder kurz nach 5 Uhr früh gen Zürich abzuheben. Das traumhafte Reise- und Spätsommerwetter hielt zudem an, ein weiterer netter Tag in der Schweiz lag also vor uns. Pünktlich wie die Uhr landete man wieder in ZH, doch wählte man diesmal die Schweizer Bahn um die eher kurze Distanz nach Basel diesmal per Schiene zu bewältigen. Knapp über eine Stunde dauerte die Anfahrt und schon nach 10 Uhr früh war man in Basel Stadt angekommen. Der erste Weg führte direkt nach St. Jakob um das Stadion zu begutachten. Vom Hauptbahnhof warens nicht mal 15 Minuten Anfahrt per Strassenbahn, sehr kommod. Negativ wiederum von aussen gibt der St. Jakob Park nur sehr wenig her. Das integrierte Einkaufszentrum bestimmt das Stadionbild längs komplett. Querseitig lassen nur die Eingänge vor der Fassade ein Stadion vermuten. Na ja, warten wir mal ab wenn der Abend hereinbricht. Man machte sich mit den örtlichen Gegebenheiten der City vertraut und auch die Suche nach einer preiswerten Unterkunft wurde in Angriff genommen. Nach einiger Laufarbeit wurde man in der örtlichen Jugendherberge an der Bahnhofsrückseite fündig und konnte dort ein fürs Schweizer Niveau „billiges“ Nachtlager erstehen. Viel war man sowieso nicht bereit auch diesmal quartiertechnisch zu investieren, musste man morgens ja schon wieder um 4 Uhr raus.
Als auch das erledigt war, widmete man die restliche Zeit dem Kulinarium und der schmucken Stadt selbst. Einzig die unzähligen Baustellen (EM?) trübten den Gesamteindruck. Nach kurzer Erholungsphase im Zimmer gings dann gut 2 Stunden vor Anpfiff zum Stadion. Aber auch hier war heute nicht wirklich viel zu erwarten. Warum auch sollte ein Spiel Österreich – Venezuela die Schweizer hierher locken, zudem spielte diesmal sogar zeitgleich die Schweiz ebenso ihr zweites Spiel gegen Costa Rica. Als man so ziellos ums Stadion herumschlenderte traf man dann die Hauptabordnung der heutigen Österreich Supporters. Die UU99 aus Salzburg waren per 9-Sitzer Bus angereist, Genf mussten sie ja aufgrund des Spiels der Salzburger Austria zeitgleich am Samstag auslassen. Ansonsten fanden sich laut Angabe SFV 1.500 im Stadion ein, aber auch diese Zahl halte ich für „aufpoliert“ und überzogen. Soweit die Rahmenbedingungen und der sportliche Teil dieses Abends konnte beginnen.
Die Schweizer Organisatoren hatten aus dem Samstag Debakel ein wenig gelernt und die beiden Hintertortribünen wurden diesmal gar nicht erst geöffnet. Auf der Gegengeraden wurden gratis ein paar Jugendliche plaziert, alle andern liessen sich auf der Haupttribüne nieder. So auch die heute anwesenden Gruppen in Rot-weiß-rot, wie bereits erwähnt Salzburger UU99, dann noch die Seidls (die als einzige Gruppe die halbe Woche in der Schweiz verbrachten) und eben auch wieder wir Tornados. Der Mob also heute noch etwas kleiner als in Genf, trotzdem wieder lautstark so gut es halt ging. Doch bevor man auf das Spiel eingeht noch ein paar Worte zum Stadion. So enttäuschend von aussen, um so besser gefiel es innen. Englischer Baustil, zweirangig und eng am Spielfeld, sowie fast keine Zäune. Die Gegengerade wird für die EM gerade mit einem 3.Rang bestückt. Man kann sich ausmalen was hier abgeht wenns voll ist, ein echtes Fussballstadion halt. Wenn man das mit dem Happel-Oval vergleicht, atmosphärisch gibt das hier in Basel wohl mehr her. Trotzdem haben wir das Finale der EM ;-).
So weit, so gut. Jetzt hiess es wiedermal für die Spieler zu zeigen was man in über einer Woche Schweiz-Trainingslager vom Feinsten gelernt hat. Venezuela ist noch unterklassiger als Costa Rica einzustufen, obwohl auch hier im Vorfeld sogar diese Mannschaft starkgeredet wurde. Aber wenn man gegen Venezuela kein Land sieht, gegen wenn dann? Na ja, und diese Frage sollte heute leider unbeantwortet bleiben. Denn was unsere Mannschaft da heute am Rasen ablieferte war selbst für die streichelweichen österreichischen Medien dann zuviel des Guten. Totale Arbeitsverweigerung, gepaart mit Unvermögen ergab das wohl unterirdischste Spiel seit Faröer. Die Venezulaner schossen gleich zu Beginn ein Tor und das war es dann auch. Unser Team war nicht mal in der Lage mit diesem Team halbwegs mitzuhalten. Völlig verdient verlor man heute dieses 2.Spiel des Turniers. Aber trotzdem war die Art und Weise nur mehr peinlich und man sollte den letzten Getreuen der Kurve einen Fahrtkostenersatz anbieten, für das was man auf sich nahm um eben auch hier dabei zu sein (Scherz). Bis kurz vor Schluss gab es auch hier und heute in Basel einen passablen Ö-Support (soweit dies möglich war), aber gegen Ende hin überwog dann doch Frust und Enttäuschung, eben auch akustischer Art. Aber völlig zurecht für die Leistung die hier (nicht) abgeliefert wurde. Es folgte noch ein Schlagabtausch mit Schuldzuweisungen via Medien zwischen Spielern, Trainer und Funktionären. Aber ob und wann es jemals wieder aufwärts geht, ist derzeit nicht absehbar. Co-EM-Ausrichter Schweiz gewann beide Spiele übrigens zu Null gegen die beiden Exotenteams, nur so am Rande. Dieses Trainingslager und die damit verbundene Tour ist somit vorüber, sportlich war es aber noch schlimmer als gegen Canada oder Ungarn. Wenn nur endlich mal der grossen Worte auch Taten folgen würden, aber der nächste Gegner Liechtenstein wird uns dann ja die weitere Tendenz schonungslos aufzeigen.
Es folgte noch die kurze Nacht in der JH Basel und per Morgenflug gings dann wieder via Zürich am Donnerstag heim nach Wien. Die Schweiztour somit auch Geschichte....






















































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