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FK Dukla Praha - SC Radotín  2:2 (1:1)

  am 03.09.2006, Stadion na Julisce, Tschechien, Pražský prebor, 150 Zuschauer  


Nur drei Wochen nach der ersten Pragtour im Herbst 2006 machten wir uns wieder auf, um einige der letzten weißen Flecken im Fußballatlas der goldenen Stadt einzufärben. Diesmal sollte es unter anderem zwei fußballerischen Kultstätten „an den Kragen gehen“, deren Vereine sportlich schon bessere Tage gesehen haben. Die Besatzung wurde im Vergleich zur ersten Fahrt an einer Position verändert. Statt TR Paparazzo Andi gesellte sich diesmal TR Platinum zur Stammkundschaft im KKM, die sich außer dem Fahrer aus TR Fichtl und dem Schreiberling dieser Zeilen zusammensetzt. Wieder gings um etwa 06:00 los und wieder war man rechtzeitig zum Anstoß des ersten Spiels beim Stadion angelangt.Das Match führte uns in das für die fünfte Leistungsklasse des Landes riesige Stadion „na Julisce“, das, wie viele Grounds des Landes, einfach nach der angrenzenden Straße benannt ist. Für 25 (Vollpreis) bzw. 10 (ermäßigt) Kronen gewährte man uns Zutritt zum über 28.000 Zuschauer fassenden Bauwerk. In die riesige und steil aufragende Haupttribüne, in der gelbe und weinrote Sitze montiert sind, hat man mit großen Buchstaben DUKLA „geschrieben“. Der Rest des Stadions verfügt über neu anmutende und sehr schön betonierte, flache Stehplatztribünen, die mit weißen Wellenbrechern ausgestattet sind. Rund ums Grün führt eine wettkampftaugliche Laufbahn, hinter einem der beiden Tore erhebt sich das wuchtige, palastartige Vereinshaus, vor sich die ebenso mächtige elektronische Anzeigentafel im 70er Jahre Stil, die allerdings derzeit nicht in Betrieb ist. In der Mitte der Gegengerade ist ein Bauwerk postiert, das wie eine Fernsehkabine aussieht, in dem sich allerdings – wie man nach emsiger Suche herausfand – die Kantine und der aus einer Reihe mit 20 Sitzen bestehende „V.I.P.-Sektor“ befinden. Insgesamt ist das „na Julisce“ ein sehr eindrucksvoller Bau, der sich Spiele einer höheren Klasse verdient hätte. Dazu wird es dem Vernehmen nach in der Saison 2007/2008 auch kommen, hat sich doch der Gastgeber in einem sehr undurchsichtigen System gerade erst die Lizenz für die zweite Liga „gekauft“. Nichtsdestotrotz: an diesem etwas verregneten Sonntagmorgen stand Schonkost in Form eines Fünftligakicks auf dem Programm. Der heimische FK Dukla maß sich mit den Gästen des SC Radotin. 150 Zuschauer hatten sich eingefunden, darunter 7 teils ältere Herren, die mit ebenso vielen Trommeln und noch mehr Zaunbehang ihren FC Dukla unterstützen wollten, dabei jedoch zumeist Euphorie und Motivation vermissen ließen. Auf dem Feld entwickelte sich ein vor allem kämpferisch anspruchsvolles und ausgeglichenes Spielchen, spielerisch behielt, wie beim Wetter, eher Grau in Grau die Oberhand gegenüber dem teilweise aufkommenden Sonnenschein. Während sich Platinum und Kupfa zur obligatorischen Stadion- und Fotorunde aufmachten, suchten Fichtl und ich unser Heil im Kantinengebäude, wo man für umgerechnet etwa 70 Cent einen halben Liter Gerstensaft vom Fass erwerben konnte und einen guten Überblick über Stadion und Spielgeschehen hatte. In der Pause beim Stand von 1:1 war dann „Schichtwechsel“ bezüglich Gastronomie und Stadionrundgang. Nach dem Erklimmen der Haupttribüne konnten so auch wir feststellen, dass sich diese Anstrengung gelohnt hatte, weil man mit einem hervorragenden Ausblick über weite Teile der Stadt belohnt wurde. Den Rest des Spiels brachte man wieder großteils im Kantineninneren zu, wo man sich dafür entschuldigte, dass man für das nun gezapfte höhergradige Bier etwa 80 Cent (!) verlangen müsse. Außerdem gibt es dort eine sehenswerte Sammlung von Pokalen und Wimpeln aus einer Zeit, in der Dukla zum Teil auch im Konzert der Topvereine Europas mitspielen konnte.
Auf dem Feld schien sich der Heimverein nach dem 2:1 jetzt endgültig durchzusetzen. Nachdem man sich mit Kupfa´s Feststellung, das Spiel sei gelaufen, in Richtung Ausgang aufmachte, fiel in der 93. Minute noch der Ausgleich und dann auch beinahe noch das Siegestor für Radotin. Insgesamt war die Punkteteilung aber gerecht und nach dem Schlusspfiff gings weiter in Richtung Match Nummer zwei.






































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