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Polen - Costa Rica  2:1 (1:1)

  am 20.06.2006, Niedersachsen Stadion, Deutschland, WM 2006, 43.000 Zuschauer  


Tag vier - Dienstag:

Der vierte Tag der Reise begann mit der lang ersehnten ersten Dusche der Reise und einem ausgiebigen Plantschen im benachbarten Pinneberger Hallen- und Freibad. Endlich wieder sauber und wohlriechend suchte man noch das Stadion von Altona 93, die sogenannte Adolf Jäger Kampfbahn für eine Fotosession und den Fanshop von St. Pauli für einen kleinen Einkauf auf, ehe wir uns auf den Weg gen Hannover machten. Ursprünglich war ein Ruhetag an der Ostsee geplant, da aber sowohl für Polen als auch für Costa Rica das nach zwei Niederlagen das Achtelfinale passe war, änderten wir die Tour in der Hoffnung auf verbesserte Chancen am Schwarzmarkt. Der einzig brauchbare Campingplatz hatte Mittagsruhe und so wurde wieder ein ruhiger Parkplatz mit Öffi-Anschluß gesucht und etwa 15 Minuten außerhalb des Zentrums auch gefunden. Eine dreiviertel Stunde vor Anpfiff war man am rieseigen Hauptbahnhof der niedersächsischen Hauptstadt, mit der U-Bahn gings nach „Waterloo“ und von da zu Fuß Richtung Stadion. Da nicht nur die Polen sondern auch die deutschen um 1600 spielten und das „Public Viewing“ – Gelände in Hannover nur 10 Minuten vom Stadion entfernt ist, waren schon sehr viele Leute unterwegs. Das erste Angebot eines Polen, der seine 100-Euro-Karte zum Originalpreis an den Mann bringen wollte, wurde noch deutlich abgelehnt, bei einem jungen Deutschen wurden dann 2 „Hunderterkarten“ von 200 auf gemeinsam 100 Euro runtergehandelt und rund 15 Minuten vor Anstoß gekauft. Der Schwarzmarkt war relativ groß und auch geduldet – mit etwas mehr Verhandeln und etwas später wärs wahrscheinlich noch billiger gegangen, aber 50 Oi war in etwa unser Limit und deshalb wurde auch nicht mehr lange gefackelt.

Polen vs Costa Rica 2:1 (1:1)

Diesmal kein Stress wegen der Kamera und auch sonst sehr lasche Kontrollen – ein paar Dosen Bier und massig Feuerwerk hätte man hier ebenso reingebracht wie diverse Waffen. Bei der elektronischen Eingangskontrolle scherzten die Sicherheitsleute noch mit uns ob der auf unseren Karten aufgedruckten Namen. Während ich das Match mit der Karte von Franziska Reisewitz verfolgte, war Kupfa für die nächsten 100 Minuten in der Rolle von Antonia Elisabeth Jakob – soweit zu den Ausweiskontrollen und den personifizierten Karten. Mit Kategorie eins war man an der Längsseite etwa auf Höhe des Sechzehners postiert. Bis auf etwa 5.000 Mittelamerikaner und gut 10.000 deutsche war das gesamte Stadion fest in polnischer Hand. Mit roten Dressen und massig Stoff aus allen Teilen des Landes wollte man schon rein optisch keinen Zweifel aufkommen lassen, wer fantechnisch der Herr im Stadion sein würde. Beim Abspielen der Hymne konnte man dann akustisch nachlegen und mit der bereits bekannten sehenswerten Schalparade hüllte man nun auch das letzte Fleckchen der Tribünen in rot. Ein unentwegter Fackelzünder wurde von einer Hand voll Sicherheitsleuten und ebenso vielen Bullen aus der Menge gefischt und durfte sich das Match, wenn überhaupt, in einer Zelle ansehen (A.C.A.B.). Das Stadion selbst ist keine architektonische Meisterleistung, hat aber durch kleine Eigenheiten wie die teilweise offene Rückwand doch einen eigenständigen Charakter. Alle 43.000 Plätze waren ausverkauft, zu Bundesligaspielen kratzt man sogar an der 50.000er-Marke. Nach der zwischenzeitlichen Führung der Costa Ricaner konnte Polen zur Freude der meisten Fans ausgleichen – die nächste Fackel – die nächste Festnahme unter den Buhrufen der anderen Zuschauer. Dennoch muss man sagen, dass sich die recht große Menge der Exekutivbeamten meist im Hintergrund aufhielt und so teilweise aufkeimende Aggression gar nicht erst eskalieren ließ. Mit 1:1 gings in die Pause und für uns beide auf Fototour am Umlauf, die uns – bis auf die Haupttribüne - Zutritt alle Winkel des Stadions gewährte. In Halbzeit zwei schossen die Polen das 2:1 und der Stadionsprecher und etliche kleine Radioempfänger verkündeten das 3:0 der Heimischen und damit den Gruppensieg der Germanen. Also war kollektives Abfeiern angesagt.
Auch in der Stadt waren bereits jetzt um 1830 die Alkoholleichen unterwegs und nach einer kurzen Stärkung bei einer Tankstelle und in der Markthalle machten wir uns auf, um das alte Stadion von H96 in Eilenried und den Ground von Arminia Hannover (Rudolf Kalweit Stadion) zu besichtigen und abzulichten. Abends gings wieder zurück ins Zentrum, wo die Feierlichkeiten weitere „Opfer“ gefordert hatte und wo es aufgrund von überall verteiltem Mist und Scherben in etwa so aussah wie auf dem Stephansplatz nach der spontanen Rapid-Meisterfeier. Bis auf ein kleines zwischen je 2 gutgebauten Polen und betrunkenen Deutschen blieb es aber ruhig. In Ermangelung freier Plätze in den vielen „normalen“ Lokalen genossen wir das Englandspiel in einem Eissalon und am Bahnhof, ehe wir nach einem letzten Imbiss die vorletzte S-Bahn Richtung Parkplatz nahmen, wo meine wohlverdiente Nachruhe durch einen Regenguss um 03.33 unterbrochen wurde und ich ins KKM „umziehen“ musste.






















































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