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Südkorea - Frankreich  1:1 (0:1)

  am 18.06.2006, Zentralstadion Leipzig, Deutschland, WM 2006, 43.000 Zuschauer  


Doch hierzu mussten erstmal Samstagfrüh die Zelte in Hannover abgebrochen werden. Wieder mittels des altbewährten Schönen Wochenende Tickets ging es dann weiter Richtung Osten nach Leipzig. Hier war die Vorfreude besonders groß, für das mir noch völlig unbekannte Stadion ein Ticket, Dank Rata, bekommen zu haben. Auch hier bewährte sich die Anreise am Vortag, so blieb genügend Zeit sich auch der Stadt etwas zu widmen, das Stadion schon am Vortag gründlich auszukundschaften und die WM-Einrichtungen auch hier vor Ort genau unter die Lupe zu nehmen. Kuriose Randerscheinung z.B. das die Preise der Getränkegastro der Fifa - lizenzierten Stände der Public-View Arena hier an Ost-Preise angepasst wurden und ein Euro für dasselbe Getränk weniger verlangt wurde, als Tags zuvor in Hannover. Bei der abendlichen Runde ums noch ziemlich verwaiste neue „Zentralstadion“ wurde festgestellt, dass dieses um einiges weiträumiger abgesperrt war als jenes in Hannover. Auch war ausser der neuen Dachkonstruktion nicht viel zu erkennen, da das neue Stadion in den Innenraum des alten Stadions der 100.000 gebaut wurde. Trotzdem umrundete ich die Absperrungen soweit möglich und brauchte dafür dann aber über eine gute Stunde, netter Abendspaziergang halt. Das Abendspiel Italien-USA wurde dann standesgemäss in einer italienischen Pizzeria verfolgt. Arbeitseinteilung war so: Die weiblichen Kellnerinnen arbeiten, die männlichen schauen Fussball.. ;). Der Spieltag selbst wurde auch hier mit der Besichtigung der anderen Leipziger Stadien eingeläutet. Hierzu im Extrabericht des Damenspiels etwas mehr... Danach noch restliches Sightseeing in der Stadt soweit noch möglich und wieder gegen 17:00 Uhr, also rund 4 Stunden vor Kick-Off, ab Richtung Sportforum Leipzig. Heute liessen es die gesetzten Franzosen und die Red-Devils der Koreaner etwas ruhiger angehen. Bei Einlassbeginn um 18:00 Uhr war noch nicht recht viel los. Der Schwarzmarkt lief bei diesem Spiel auch etwas schleppender, zum Ärger der wieder anwesenden Ticketmafia vor Ort. Die Koreaner waren mit Karten versorgt und Franzosen waren eigentlich nicht auf der Suche. Blieben nur ein paar Neutrale und so pendelte sich der Preis eigentlich auf knapp über den Ausgabepreisen auf 50 bis zu 150 Euro ein. Hier wäre es also möglich gewesen relativ „günstig“ ein Spiel mitzuverfolgen. Dann auch hier so gut wie keine Kontrollen, ein bisschen abgrapschen und Teil 1 war rasch erledigt. Bei Teil 2, den Drehkreuzen, gab`s für mich trotz „falschem“ Namen am Ticket, und auch für andere soweit beurteilbar, keine Probleme. Mehr als überpünktlich stand man am „alten“ Damm, welcher noch vom Zentralstadion der DDR und davor über war. Das neue Stadion wußte da echt zu gefallen. Über 18 Brücken wurde es über den alten Damm erschlossen und eben wie erwähnt komplett in den Innenraum der alten Schüssel gesetzt. Architektonisch mal was ganz anderes! Innen hat es ja den Ruf als „Schwimmbad“ bekommen ob des Design`s. Sieht aber auch sehr nett aus im Gegensatz zum sonstigen Stadion-Neubau-Einheitsbreies. Leider wurde aber hier der Umlauf gesperrt und die Sektorentrennung beibehalten. Ein Umherwandern somit leider Unmöglich gemacht. Selbst hatte man ein Ticket Hintertortribüne nahe des koreanischen Fanblocks. Und dies erwies sich als Glücksgriff. Auch wenn`s hier fototechnisch natürlich den einen oder andern Abstrich zu machen gab, was die gut 3.000-4.000 Personen starke koreanische Ecke da während des Spiels hinlegte war mehr als beeindruckend. Optisch waren so ziemlich 99% Prozent komplett in rot gekleidet. Hin und wieder auch Damen in Kleidern aus Nationalflaggen oder auch in fernöstlicher Tracht. Kennt man die Asiaten ja sonst als eher zurückhaltendes Volk, gaben die die da waren hier und heute aber echt alles was sie zu bieten hatten. Hemmungen gab`s keine und von der Hymne weg wurde eine derart lauter Dauersupport hingelegt den 30.000 Mexikaner in Hannover nicht geschafft haben. Der ganze Support war ausserdem noch organisiert und homogen. Pausen gab es keine und das Liedgut war auch recht abwechslungsreich (auch wenn man wenig vom Inhalt verstand). Von der koreanischen Ode an die Freude bis zu normalen „Corea“ Anfeuerungen war alles dabei bei den Red Devils. Erst jetzt kann man sich ausmalen wie es da vor 4 Jahren bei der Heim-WM zugegangen sein muß, als Südkorea das Halbfinale erreichte. Aber auch optischer Support (Schalparaden, Überrollfahnen), war alles mit dabei. Die Franzosen gingen da eher etwas unter heute, zu Beginn hatten sie aber auch ein überdimensionales Nationaltrikot als Intro mitgebracht. Ansonsten war das ähnlich wie bei den Mexikanern. Masse mit hin und wieder auch lautem „Allez les Bleus“, aber die Klasse auf den Rängen kam heute aus Fernost. Auch der Altersschnitt der Kurve in Rot war um einiges geringer als jener der Blauen. Vielleicht mit ein Grund dieser grenzenlosen Leidenschaft. Sportlich hatte Südkorea ja besonders in Halbzeit 1 wenig zu bestellen. Henry besorgte rasch das 1:0 für die Franzosen und verlegte sich aber früh aufs verwalten. Korea wirkte nicht wirklich so als gelänge ihnen heute ein Treffer. Aber vielleicht war es gerade die rote Kurve die dann das Quentchen Glück ausmachte. 10 Minuten vor Schluß konnte Park ausgleichen und Corea einen Punkt retten. Gefeiert wurde dies dann wie ein Sieg in der phantastischen Kurve. Viele blieben noch bis über 45 Minuten nach Verabschiedung der Teams im Stadion. Auch ich tat mir schwer mit dem Abgang, denn das war`s dann mit den Live-Erlebnissen von dieser WM. Ansonsten waren keine Tickets mehr zu bekommen. Und nur auf Verdacht + Schwarzmarkt wäre das dann eventuell nur eine halbe Sache. Denn Wm-Spiele im TV, egal ob Public-Viewing oder eben daheim können, können auch hier das Stadionerlebniss niemals ersetzen bzw. es gar nicht so rüberbringen. Meinen Mini-Vergleich der Konföderationen haben diesmal die Asiaten gegen Europa, Mittelamerika und Afrika gewonnen. Schade das kein Südamerikaner begutachtet werden konnte... Wie gesagt mit wenig Erwartung hingefahren wurde ich dann doch positiv ob des Erlebten und der gesammelten Eindrücke überrascht. Mir hat’s jedenfalls gefallen und war mal etwas anderes „Groundhopping“ als sonst. Montags dann noch eine etwas langwierige Rückfahrt per Bahn über Ostdeutschland, inklusive Grenzwanderung zu Fuss nach Tschechien, weiter über Prag und Bernhardsthal wieder zurück nach Wien. Aber auch hier einige „Wm-Touristen“ aller Herren Länder unterwegs um auch abseits Deutschlands andere Ecken Europas zu entdecken.
Gefallen hat’s jedenfalls, muß man fairerweise schon zugeben..... ;)
































































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