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Mexico - Angola  0:0

  am 16.06.2006, Niedersachsen Stadion, Deutschland, WM 2006, 43.000 Zuschauer  


Nachdem die Vorberichterstattung bzw. die Präsenz der WM in den Medien während des gesamten Jahres 2006 bereits fast unerträgliche Ausmasse angenommen hat und hatte, ging`s jetzt im Juni dann doch endlich los. Ich selbst hatte in der Kartenlotterie einmal das nötige Glück (bei unzähligen Versuchen) und konnte am regulären Weg ein Ticket für eben obiges Spiel am offiziellen Fifa- Internetkartenmarkt erstehen. Dank Rata kam dann noch ein weiteres Ticket für Südkorea – Frankreich in Leipzig in meinen Besitz, also wurde rund um diese 2 Spiele ein verlängertes Wochenende von Donnerstag – Montag geplant und organisiert. Hinflug nach Hannover war preislich soweit kein Problem, Hotelzimmer wurden nach einigem Suchen auch noch ergattert, zurück mußte dann ein etwas umständlicherer Weg per Bahn gewählt werden ums finanziell nicht ausufern zu lassen.
Aber beginnen wir von vorne. Wie gesagt die WM wurde ja bereits in ihrer Vorberichterstattung bis ins kleinste Detail zerlegt mit all ihren direkten und indirekten Begleitumständen. Deshalb waren meine Erwartungen auch eher weiter unten angesetzt, trotzdem wollte ich mir auch vor Ort ein Bild machen um das ganze besser beurteilen zu können. Und als kleines vorweggenommenes Resumee muss man schon sagen, was bzw. wieviel eine Fussball-WM bewegt ist schon beeindruckend. Negativ natürlich der gesamte Kommerz-Hype und seine Umstände und Folgen. Aber wenn man dann vor Ort sieht was sich dort an Menschen diverser Herren Länder einfindet und dort Theater gemacht wird ist klar warum die Unternehmen so auf dieses Event abfahren. Bereits der Flieger aus Wien nach Hannover vereinte einige Nationen beim Abflug aus Schwechat. Mexikaner, Briten, Schweden usw. im Flieger und als solche erkennbar. In Hannover selbst war ja am Donnerstag Ruhetag. Davon war aber, wie nach Ankunft festgestellt, am Hauptbahnhof und in der Innenstadt keine Rede. Bereits am Tag zuvor des obigen Spiels war Hannover fest in grüner Hand. Man checkte erstmal im Hotel ein und schlenderte erstmals durch die Stadt zum Ticketpoint am Stadion. Obwohl es erst Mittag war, war die City schon ziemlich voll an diesem Arbeitstag. Ticketabholung war dann soweit kein Problem, ausser das der Steward meinte man dürfe dort nichts fotografieren und die ersten Mexikaner bereits überzählige Tickets versuchten klarzumachen. Danach wurde das Stadion gründlichst von aussen (soweit möglich) begutachtet und auch die anderen WM-Einrichtungen erkundet. In jeder WM-Stadt wurde eine eigene Public-View Area eingerichtet. Prinzipiell positiv nur die Abzocke der Gastronomie innen ist natürlich grauenhaft. Für die vielen ausländischen Gäste wurde eine eigene „Fanbotschaft“ eingerichtet um sich diverser Problemchen anzunehmen. Ausserdem trifft man entlang der Touristentrampelpfade quasi an jeder Ecke blaugekleidete Volunteers die auch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Überhaupt ist alles hier von A-Z mit bekannter deutscher Gründlichkeit durchorganisiert. Dies wirkt zwar teilweise aufdringlich, für Nicht-Europäer aber sicher eine Erleichterung im Alltag einer WM. Nachdem die City von Hannover im Laufe des Tages immer voller wurde mit den grünen Mexicans, wurde es für die Zimmervermittlung der Stadt aber dann unlösbar alle in Hotelzimmer unterzubringen. Dem Ansturm der geschätzten 40.000 – 50.000 Supporters allein aus Mittelamerika war man nicht gewachsen. Vereinzelt waren auch afrikanische Gruppen aus Angola bereits unterwegs, aber klar in der Minderheit. Dafür diese um so farbenfroher und bunter in ihrem Treiben. Hier noch kurz zur Polizeipräsenz. Diese ist zwar allgegenwärtig aber dezent im Hintergrund haltend. Eigentlich kann jeder machen was er will, so es nicht grob aus dem Rahmen fällt, gab`s da keine Probleme. Somit war der erste Tag auch relativ rasch erledigt. Am Spieltag wurde die City dann, je länger der Tag dauerte, so voll, dass man ein bisschen nach „aussen“ flüchtete und noch ein paar ruhige Stunden in den „älteren“ Stadion der jetzigen H96-Amas und der Arminia Hannover runterbog. Über das Expo-Gelände gings dann wieder zurück ins Hotel und dann ab Richtung Spiel. Mit dem guten Gefühl eines gültigen Tickets in der Tasche verfolgte man das Gewusel bereits 3-4 Stunden vor Anpfiff. Und wohin man blickte grün beherrschte heute Hannover. Hier einer der seinen mex. VW-Käfer mitgebracht hatte, dort Sombreros bei der Siesta mit Alkoholika im Gras. Getrunken wurde rund ums Stadion recht viel und die ärmsten Hunde waren die echten Mexikaner die verzweifelt nach Eintrittskarten Ausschau hielten. Schwarzmarkt war vorhanden, leider war für die Suchenden auch die englische Ticketmafia vor Ort. Dies trieb die Preise bis zu 500-600 Euro je Ticket für dieses Spiel in die Höhe. Sprich fast aussichtslos. Drinnen, nach laschen Sicherheitskontrollen und nicht überprüfter Identität, dann dasselbe Bild. Alles grün/weiß/rot bis auf das eine Eck der Angolaner. Personalisierung hin, Ticketkontingente her... die Verteilung war heute 75% Mexikaner, 5%-10% Angonlaner und eben ein paar Neutrale. Wobei es sich manche Deutsche zum Spaß mach(t)en sich zu „verkleiden“, wurde bei beiden Spielen öfter beobachtet. Mein sichtbehinderter Platz am Oberrang der Haupttribüne erwies sich wirklich als alles andere als gut, ca. 20% des Spielfeldes wurden durch die Pressetribüne „verdeckt“. Neben mir hatte bereits ein doppelt so breiter Mexikaner, als der Sitz der ihn fassen sollte, sich inklusive dreier Bier und Futter breitgemacht. Ich sah, dass dies sowohl foto- als auch fantechnisch keine Zukunft haben kann und graste das gesamte Stadion dank nicht abgeriegeltem Umlauf ab. Einzig auf der Haupttribüne gab es Vip und Semi-Vip Sperrzonen, dazu Presse und diverse organisatorische Bereiche. Es gelang dank eines geschickten Moments trotzdem einen guten Stehplatz am Umlauf der Hauptribüne zu ergattern. Danach folgte bereits das Aufwärmen und Spannung baute sich im Klein-Mexiko-Niedersachsenstadion auf... der Lärmpegel steigerte sich und erreichte bei der Hymne der Grünen ihren Höhepunkt. Die Angolaner kamen gegen die grüne Wand nicht wirklich an. Negativ leider das der mex. Support nicht organisiert war bzw. es keine Führungsgruppen gab um das gesamte Potential auszuschöpfen. Aber wenn dann alle mal gleichzeitig Gas gaben war`s schon ziemlich geil. Kein TV kann das vermitteln wenn auf der einen Seite die mexikanische Folklore abgeht und drüben die angolanischen Trommeln für sonst eher unbekannte Klänge sorgen. Schade das es sportlich so schwach war und blieb. Angola verteidigte mit Mann und Maus, am Ende auch nur mehr zu zehnt, den Punkt. Mexiko spielte übernervös und nicht zwingend genug. Chancen waren zwar wenige da, aber es gelang kein Treffer. Am Ende quittierten dies dann doch einige Grüne mit Pfiffen, da ist man wohl anderes gewohnt als so schwache 0:0 Spiele. Die 2. Halbzeit wurde dann damit verbracht am gesamten Stadionumgang diverse Eindrücke per Bild und eben auch nur so zu sammeln. Die Masse der Grünen war hier und heute eben das Hauptaugenmerk, bei den Afrikanern wiederum konnte für Europäer nicht alltägliches auch mal aus nächster Nähe beäugt werden. Fazit: Das Erlebnis im Stadion ist schon recht beeindruckend und dem reinen TV-Konsum auch hier bei der WM so es eben ging bzw. geht vorzuziehen. Noch eindrucksvoller erlebte man dies dann beim zweiten Spiel live vor Ort dann in Leipzig bei Frankreich-Südkorea .....
































































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