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FC Fehérvár - Ferencvárosi TC  1:1 (0:0)

  am 26.02.2006, Sóstói Stadion, Ungarn, Nemzeti Bajnoksag I, 3.000 Zuschauer  


Videoton vs Fradi oder „wie ich lernte, das Gulasch zu fürchten!“

Am Tag nach dem Match in Graz gegen den GAK fiel das Aufstehen ob des Alkoholkonsums und der Niederlage doppelt schwer, aber nach einigen Anlaufschwierigkeiten fanden TR Fichtl, Xindl Kupfa und ich im KKM die Piste Richtung Szekesfehervar, wo am Sonntag um 11.30 Ortszeit das Erstligaspiel der Heimischen gegen Ferencvaros Budapest angesetzt war. Bei nicht gerade einladendem Wetter dauerte es schließlich gut zwei Stunden, ehe man beim Stadion des ehemaligen FC Videoton, der auch schon bessere Zeiten gesehen hat, eintraf. Leider um fünf Minuten zu spät, um die, wie sich später herausstellte, recht ambitionierte Überroll-Choreo der Red Blue Devils von Fehervar mitzubekommen.
Gleich nach dem Einlass machten zwei von uns einen folgenschweren Fehler: Auf der Suche nach Essbarem fand man einen Kiosk, der ein sehr wohlriechendes Gulasch feilbot. Nachdem uns ohnehin nach „Magen einrichten“ zumute war, bestellten wir zwei Portionen. Die Speise stellte sich als „Paprikahuhn“ heraus, welches nur aus Haut und Fett bestand und ganz einfach ungenießbar war. In einer Skala von eins bis zehn, auf der die Zehn für das ekelerregendste Mahl steht, hätte diese „Speise“ mindestens eine Zwölf verdient – und dazu gab es nicht mal ein Bier, um das ganze runter zu spülen. Nach diesem kulinarischen Exkurs und Schock, dem ich einige Zeilen einräumen musste, um künftige Hopper vor dieser „Vergiftung“ zu retten, will ich nun zum eigentlichen Thema zurückkehren:
Das Stadion Sostoi fasst knapp 20.000 Besucher und ist auch nach einigen erkennbaren Renovierungen eine typische „Ostblockbetonschüssel“: Mit Ausnahme der relativ neuen Haupttribüne sind alle Plätze ungedeckt, die Stiegen des Kessels sind teilweise nur betoniert, teilweise mit Sitzen ausgestattet. Unübersehbar und alles überragend ist die riesige Anzeigentafel hinter einem Tor, die außer dem Spielstand und den beiden Mannschaften auch die Spielzeit in Hundertstelsekunden (!) darbietet.
Gut 3.000 Leute hatten sich an diesem Sonntagvormittag, der ob des ständigen Schneeregens und des böigen Windes sehr unwirtlich daher kam, eingefunden. Der Großteil davon waren eher Kategorie Zuschauer und nicht Kategorie Fans. Dennoch gab es auf Seiten der heimischen rund 400 motivierte Supporter, die sich in einer Ecke hinter ihrer großen Zaunfahne postiert hatten. Ihnen gegenüber hinterm Tor standen die Fans von Fradi, zahlenmäßig und auch optisch wegen einer Vielzahl an Zaunflaggen leicht überlegen. Immer wieder wurde versucht, von beiden Seiten zu supporten, vieles verhallte jedoch im weiten Rund. Bei Fehervar ließen die Gesänge („Vidi Vidi“) erahnen, dass man sich immer noch mit dem ehemaligen Vereinsnamen und Sponsor identifiziert. Das Spiel konnte mit der doch ganz guten Stimmung leider nicht mithalten, wobei man den Akteuren die äußerst miesen Platzverhältnisse zu gute halten muss. Nach einem gerechten 0-0 zur Pause begann die zweite Halbzeit mit einem etwa zwei Meter hohen, bis zu 30 Meter langen und zweizeiligen Spruchband der Grün-weißen aus Budapest, mit dem sie ihre Mannschaft zu mehr Einsatz auffordern wollten. Zudem gab`s aus beiden Kurven etwas Rauch in den jeweiligen Vereinsfarben. Auch das Spiel wurde bunter – zumindest nachdem der Schiri nach etwa einer Stunde einen Akteur aus Fehervar des Feldes verwies. 10 Minuten vor Schluss ging Fradi in Führung, doch die Freude im Gästeblock dauerte nur bis Minute 88, in der die Heimischen den verdienten Ausgleich zum Endstand von 1-1 schafften. Der Jubel hielt sich aber in Grenzen und auch vorm Stadion blieb es erwartungsgemäß ruhig.
Nach dem Match gabs noch vertraute Kost bei McDonalds (weitere örtliche Spezialitäten wollten wir an diesem Tag bewusst vermeiden) und anschließend ging es im klimatisierten KKM zurück nach Wien. Zu guter Letzt sei der FC Fehervar noch bedankt, in der letzten Runde die violetten von Ujpest als Meister verhindert zu haben.






















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