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FSV Mainz 05 - 1. FC Nürnberg  4:1 (2:1)

  am 30.10.2005, Bruchwegstadion, Deutschland, Bundesliga, 20.300 Zuschauer  


Das Stadion am Bruchweg besteht aus 4 voneinander unabhängigen Tribünen, welche nahezu gänzlich überdacht sind. Die Ränge sind relativ steil, das Stadion ist „einfach“ und weiß nicht zuletzt deshalb zu gefallen. Unsere vorbestellten Karten wiesen uns Plätze in der Ecke hinter dem Tor zu, der Auswärtssektor an der Längsseite in der Ecke direkt in unserem unmittelbaren Blickfeld, der mächtig wirkende Heimblock genau gegenüber von uns. In unserer „Gegend“ hielten sich Nürnberger und Mainzer in etwa die Waage – einige Rotschwarze dürften für den Awayblock keine Karten mehr bekommen haben.
Das Stadion war bis auf den letzten der 20.300 Plätze gefüllt und während man auf Seiten der Mainzer teils beeindruckende Schalparaden zeigte und zum Intro auch einiges an Doppelhaltern und großen Schwenkfahnen bot, zeigte sich bald, dass der Auswärtsblock die stimmliche Oberhand behalten sollte. Auch sonst merkte man, dass die knapp 2.000 mitgereisten Nürnberger supporttechnisch ganz einfach mehr drauf haben als die Ansammlung lustiger Karnevalisten auf Seiten der Mainzer. Nicht nur aufgrund einiger bekannter Melodien fühlte man sich an das Auswärtsspiel von Rapid in Mattersburg vom Vortag erinnert: Auf der einen Seite die Masse der Heimfans, die bei einzelnen Aktionen und mit einfallslosen Gesängen durchaus Lautstärke entwickeln konnte, auf der anderen Seite der zahlenmäßig unterlegene Auswärtsmob, der jedoch durch abwechslungsreiches Liedgut und viel Bewegung im Block das Fanruder rasch und sicher an sich reißen konnte.
Und dies gelang trotz des mehr als unglücklichen Spielverlaufs, der den Nürnbergern nach neun bzw. elf Minuten einen 2-0 Rückstand bescherte, wobei der erste Treffer aus einem „wunderschönen“ Eigentor von Thomas Paulus resultierte. Dem raschen Anschlusstreffer durch Stefan Kießling (14.) konnten die Gäste aber trotz der aufopferungsvollen Unterstützung des Gästeblocks nichts zählbares mehr hinzufügen und das durchaus verdiente 3-1 kurz vor dem Pausenpfiff bedeutete eigentlich schon die Entscheidung. Diese fiel dann endgültig nach 52 Minuten, als Michael Thurk das 4-1 für den FSV markierte.
Diesen Treffer und einen Großteil der 2. Halbzeit erlebte ich aus dem Fanblock der Nürnberger, in dessen Inneres ich mich während der Pause begeben hatte, um an diesem langen Fußballtag wenigstens noch ein bisschen „Blockluft“ schnappen zu können. Dort traf man nicht nur auf einige Fans des 1. FCN, die scheinbar auf der Fahrt nach Mainz etwas zu viel getankt hatten, sondern auch auf 2 bekannte Gesichter (UR). Der Block machte nun mobil gegen die Lethargie, mit der die Nürnbergspieler an diesem Sonntagabend zu werke gingen. „Wir ha`m die Schnauze voll!“ war noch einer der druckreiferen Gesänge, mittels dessen man der eigenen Mannschaft mitteilen wollte, dass es SO (zumindest in der höchsten Spielklasse) nicht weitergehen konnte und würde. Etwa 15 Minuten vor dem Abpfiff machte ich mich wieder auf zu „meinen Jungs“, die mit einigen anderen teilweise erfolgreich gegen die immer wieder kehrenden „Sitzplatzgebote“ der Bullen und Ordner zur Wehr gesetzt hatten. Die Heimfans feierten ihre Mannschaft am Ende mit der bewährten Schalparade, der Welle und ziemlich sinnlosen Faschingsgesängen (ist aber scheinbar „Usus“ und sehr beliebt in Mainz).
Etwa 100 Nürnberger unter Führung der Ultras machten sich nach Schlusspfiff auf zum Eingangstor des Auswärtsblock auf, um den Spielerbus zu blockieren und die Akteure nach den enttäuschenden Leistungen der letzten Wochen zur Rede zu stellen, was zumindest teilweise und ohne den Einsatz von Gewalt gelang. Diese Details erfuhren wir allerdings erst später via SMS und von unserem „5. Mann“, der, anders als wir, noch etwas in Mainz blieb und sich erst später auf in Richtung Belgien machte.
Unser Quartett zog es jedoch vor, direkt weiter nach Frankfurt zu gasen, wo man nach einer kurzen Pause zum Quartiermachen sofort gen Sachsenhausen aufbrach, um sich in diesem Stadtteil, der scheinbar nur aus Gaststätten und Bars besteht, den vergangenen und zukünftigen Ereignissen der Tour und dem einen oder anderen Bier zu widmen. Ein guter Start in eine durchaus leiwande Auswärtstour, bei der allerdings nicht nur an diesem Abend das Ergebnis ganz und gar nicht nach unserem Geschmack war.
























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