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FC Schalke 04 - FC Bayern München  1:0 (0:0)

  am 13.03.2005, Arena Auf Schalke, Deutschland, Bundesliga, 61.500 Zuschauer  


Am Sonntag war um 11 Uhr Früh Tagwache. Nach einem Mittagessen im Hotel (mit einigen Bieren und Schnäpsen) ging es in die Gelsenkirchener Innenstadt. Gleich im ersten Lokal blieben wir wieder hängen und verbrachten dort ein paar nette Stunden. Mit der Strassenbahn ging es in der Folge Richtung "Arena auf Schalke". Von außen sieht es aus wie ein Einkaufszentrum. Das eindrucksvolle Trainingsgelände wurde ebenso inspiziert wie das alte Parkstadion, welches teilweise bereits abgerissen war.
Die Eingangskontrollen war schon um einiges genauer, als noch am Tag zuvor. Dementsprechend dauerte es am Entree auch ziemlich lange. Vor Spielbeginn blieb noch Zeit, die Arena näher in Augenschein zu nehmen. Der Gesamtkomplex ist schon recht eindrucksvoll, wenn auch etwas lieblos. Eine Betonschüssel halt mit - an diesem Tag - geschlossenem Dach, zahlreiche Kantinen - jeweils getrennt für Speisen und Getränke (was sehr mühsam ist). Zahlen kann man nur mit der Knappen-Karte, eine Bankomat-Karte, die man an entsprechenden Vorverkaufsstellen mit Guthaben aufladen muß. An jeder Kantine Fernsehmonitore, für den Fall, daß einer während des Spiels unbedingt Nahrung oder Flüssigkeit zu sich nehmen möchte. Erstmals war ich bei einem solchen Spiel in einem Vip-Club. Eine neue Erfahrung für mich. Drinnen gab es ein reichhaltiges Buffet und Getränke bis zum Abwinken. Es wäre auch möglich gewesen, das Spiel hinter Glas (also abgeschirmt vom "Pöbel") anzusehen. Aber das wollte ich natürlich nicht. Ich wollte ja was von der einzigartigen Stimmung miterleben. Und wurde enttäuscht. Zwar wurde es laut, wenn die Schalker Kurve zum Support anhob, aber ich bin da anderes gewohnt. Von einer durchgehenden Anfeuerung das ganze Spiel über war nichts zu hören. Und das bei einem Spiel gegen Bayern München. Ich hätte nicht erwartet, daß von den Bayern so viel zu hören sein wird, wurde aber dann positiv überrascht. Zur Pause ging ich wieder auf ein Bier in den Vip-Club, wo Olaf Thon den Anwesenden über Mikrofon ein paar nette Worte spendete, für Fotos posierte und für Fragen Rede und Antwort stand.
Meine Stimmung war nach dem Bekanntwerden des Ergebnisses unseres Derbies in Wien sehr schlecht. Relativ rasch war ich wieder in der Arena, wo der Fernsehwürfel hoch oben über dem Mittelkreis ständig mit Werbeeinschaltungen nervte. Ich wußte gar nicht, daß das es bei den Münchnern überhaupt einen Auswärtsmob gibt, der so etwas wie Support macht. Allein bei der Schalparade zogen die Lederhosen den Kürzeren. Und in der Folge beim faden Schlagerspiel ebenso. Kein Vergleich zum Spiel vom Vortag. Gute Szenen waren Mangelware. Letztendlich siegten die Hausherren durch ein spätes Tor und da konnte ich erahnen, welche Geräuschkulisse in einer Halle mit über 60.000 Zusehern möglich ist. Alles in allem war ich vom Spiel sehr enttäuscht. Das Stadion war zwar gewöhnungsbedürftig, konnte aber doch auch gefallen.
Nach dem Spiel ging es zum "Italiener" wo die Osttiroler und ich ein letztes gemeinsames Abendmahl genossen. Nachdem im Lokal Rauchverbot herrschte, ging ich ab und an aus dem Lokal. Etwa um 21 Uhr fuhr ein protziger Geländewagen vor und der Torhüter der Schalker, Frank Rost, stieg (im Trainingsanzug gekleidet) aus. Der wird doch nicht hier wohnen? Nein! Er ging ebenso zum Italiener. Nachdem ich fertig geraucht hatte, begab ich mich wiederum ins Lokal und wollte meinen Freunden mitteilen, daß der Torhüter der siegreichen Mannschaft ebenso hier Gast ist. Nur mußte ich feststellen, daß er an unserem Tisch Platz genommen hatte. Ich wußte gar nicht, daß einer aus der Osttiroler Partie mit ihm bekannt war und ihn eingeladen hatte. Die Gespräche mit ihm waren recht interessant, werden aber hier - insbesondere sein Kommentar zu Oliver Kahn - nicht wiedergegeben ...
Montag früh ging es mit dem Flieger wieder nach Wien.
Alles in allem eine interessante Erfahrung, aber trotz aller Annehmlichkeiten bevorzuge ich doch eher Hopping in der einfacheren Form. Vip-Clubbing ist nicht nach meinem Geschmack. Und schon gar nicht der Mega-Kommerz, der in deutschen Stadien Einzug gehalten hat.





















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