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FC Porto - CSKA Moskau  0:0

  am 14.09.2004, Estádio do Dragão, Portugal, Champions League, 39.309 Zuschauer  


Das Los bescherte uns in der ersten Hauptrunde des UEFA Cups mit Sporting Lissabon einen Gegner, mit dem der Großteil der grün-weissen Anhängerschaft positive Erinnerungen verbindet. Dementsprechend groß auch das Interesse der Fans, Rapid in Portugal zu unterstützen. Neben der Reise mit der Mannschaft und einem Tagesflug mit eher mäßigem Preis/Leistungsverhältniss blieb dem (Fussball)kultur Interessierten nur, auf eigene Faust nach Portugal zu fliegen. So fanden sich auch schnell Gleichgesinnte, so dass man zu Sechst (alles TR) den Fünftage-Trip in Angriff nehmen konnte. Man entschied sich dabei für den Flug per Germania Express von München mit einer Kostenersparnis von ca. 100 Euro gegenüber des Tagesfliegers von Wien. So machte man sich Montag früh morgens per Auto auf den Weg nach München, genauer gesagt in das kleine Örtchen Neufahrn (2 S-Bahn Stationen vom Münchner Flughafen entfernt), wo wir nicht die einzigen waren die diese preisgünstige Variante des Parkens rund um den Münchner Flughafen nutzten. Den Einheimischen dürfte dieser Zustand schon ziemlich auf die Nerven gehen, so ist das Parken in großen Teilen des Ortes den Einheimischen vorbehalten und jeder Fremde der sich einparkt wird angeschnauzt. Uns egal, wir ließen Neufahrn hinter uns und waren wenige Stunden später schon in Lissabon. Das per Internet reservierte Hotel mitten in der Innenstadt, das recht günstig, jedoch alles andere als schlecht war, wurde bezogen und Kulturprogramm Teil 1 stand am Programm. Je später der Abend, desto mehr zog es uns jedoch nach Bairro Alto, dem Saufviertel von Lissabon. Von den etwas nervigen Drogendealern die an jeder Ecke stehen mal abgesehen, ist es sehr gemütlich und günstig. Nach kurzer Nachtruhe ging`s dann am nächsten Morgen per Zug nach Porto, um zum ersten Match der Tour aufzubrechen. Zugtickets sind, wie sonst auch alles, recht günstig - für die 300 km (pro Richtung) zahlte man hin und retour rund 28 Euro. Dafür kommt man in Österreich nicht einmal von Wien nach Salzburg. Im Zug hatte man genügend Zeit die beiden täglichen Fussballzeitungen "A Bola" und "O Jogo" zu studieren, dabei bekommt man schon Mal einen Eindruck wie fussballverrückt die Portugiesen sind. Auf jeweils ca. 50 Seiten erfährt man alles Wissenswerte über die Liga und den anstehenden Aufgaben der portugiesischen Vereine in den europäischen Bewerben. So gab es in der Zeit in der wir in Portugal waren z.B. auch Interviews mit Josef Hickersberger und Steffen Hofmann, sowie ausführliche Informationen über die Geschichte und Erfolge von Rapid. In Porto angekommen ging`s dann gleich Mal per UBahn zum Estadio do Dragao, gleichzeitig auch die Endstation der U-Bahnlinie, also nicht zu verfehlen. Tickets gab es dann in den Kategorien von 20 bis 50 €, man entschied sich für den 2.Rang der Gegengerade um 30 €. Vom alten Stadion des FC Portos, das sich laut Luftbilder eigentlich neben dem Dragao befinden sollte, ist leider außer einer gewaltigen Grube nichts mehr übrig. Nach kurzem Sightseeing und der Erkenntnis, dass portugiesische Kontrolleure, im Gegensatz zu ihren österreichischen Kollegen, bei Touristen die das Fahrkartensystem nicht auf Anhieb verstehen, auch Mal ein Auge zudrücken, ging`s dann zum abendlichen Highlight. Das Estadio do Dragao, von der EM bestens bekannt, ist auf jeden Fall ein gelungener Neubau der rund 50.000 Fans Platz bietet. Zwar überwiegt wie in allen modernen Stadien auch der Kommerz, aber durch seine nicht ganz alltägliche Konstruktion, weiß es aber trotzdem zu gefallen. Zum ersten Match, als Titelverteidiger in der Champions League, fanden sich dann auch gegen den eher unattraktiven Gegner CSKA Moskau fast 40.000 Fans, darunter rund ca. 50 Russen, ein. Dabei gibt es im ganzen Stadion eigentlich keinen Auswärtssektor. o wurden die Russen an den Rand der einen Kurve gestellt, wo es Richtung Gegengerade einen Zaun gibt, auf der anderen Seite sorgten ganze 5 Ordner für eine Trennung von den Porto Fans. Wir ahnten schon Schlimmes für unser Match in Lissabon, würde es ähnliche Verhältnisse geben. Vielleicht sollte mal jemand den Verantwortlichen sagen, dass die EM vorbei ist. Die ganze Situation wäre ja auch nur halb so bedrohlich, würden sich die einzelnen Fangruppen in eine gemeinsame Kurve stellen und nicht auf beide Kurven aufteilen. So gab es dann während des Matchs auch fast durchgehend optische und akustische Unterstützung von beiden Kurven. Jedoch jeweils von nicht mehr als 200 Mann, aber es reichte aus um teilweise das ganze Stadion zum Mitklatschen und auch des öfteren zum Mitsingen zu animieren. Spezielle Choreographien gab es auf beiden Seiten keine, man beschränkte sich auf Fahnen und Doppelhalter. Die Russen taten es den Einheimischen gleich und sangen sehr brav, man konnte sie manchmal auch bis in den 2. Rang hören. Sie hatten dazu auch allen Grund, niemand von ihnen hätte sich wohl gedacht, dass sie aus Porto einen Punkt mitnehmen könnten. Der FC Porto hat einfach zu viele Leistungsträger abgegeben und wird es schwer haben, überhaupt über die Gruppenphase hinaus zu kommen. Zwar waren die Portugiesen eindeutig die spielbestimmende Mannschaft, außer ein paar fast hundertprozentigen Chancen, die eher peinlich vergeben wurden, gab es jedoch wenige Höhepunkte. Interessant dabei die Reaktion des Publikums, schießt jemand 5 Meter übers Tor wird applaudiert - kommt ein Pass nicht perfekt an, wird gepfiffen was das Zeug hält. Gegen Ende des Spieles kam es dann noch zu einer kuriosen Szene. Der Torhüter von CSKA im Tor vor der Kurve der Super Dragoes ist nach einer strittigen Situation einem Feuerzeughagel ausgesetzt. Er weigert sich den Abstoß auszuführen und zeigt dem Schiedsrichter die Feuerzeuge. Im zweiten Anlauf das selbe Spiel. Dem Schiedsrichter reicht es und er gibt dem Torhüter wegen Spielverzögerung die gelbe Karte. Nach dem Abpfiff, der von einem gewaltigen Pfeifkonzert der Porto Fans begleitet war, ging es dann zurück in die Stadt, wo man merken musste, daß die Gehsteige schon hochgeklappt waren. Einige Fans von CSKA mussten das auch schmerzlich zur Kenntnis nehmen, als sie den Auswärtspunkt feiern wollten, aber nichts mehr geöffnet hatte. Wir verbrachten noch die Nacht in Porto, ehe es am nächsten Morgen zurück nach Lissabon ging und Kulturprogramm Teil 2 am Programm stand. Ehe am Donnerstag die Tagesflieger aus Wien eintrafen...








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