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Atletico de Madrid - Villarreal CF  2:0 n.Verl. 1:3 n.E.

  am 24.08.2004, Vicente Calderón, Spanien, UI Cup, 45.000 Zuschauer  


Dienstag Nachmittag in Madrid: Ein weiterer TR Member und ich sind gerade auf dem Weg zum Santiago Bernabeu um uns Karten für das Spiel Real Madrid gegen Wisla Krakau zu sichern. Anfangs dachten wir, das Spiel fände am selbigem Abend statt. Falsch gedacht, es wurde auf den Mittwoch verschoben. Zumindest haben wir die Heimat des Weissen Ballets, schon am Vortag bei der Stadion Tour gesehen. Etwas enttäuscht, wir sollten Madrid am nächsten Tag verlassen ging es in ein Internetcafe um in die Heimat zu schreiben. Per Zufall entdeckte ich auf der Homepage von Atletico, dass noch am selben Tag das Intertoto Cup Finale ausgetragen werden sollte. Also stiegen wir in die U Bahn (Vorsicht: Sehr gute Klimaanlage, die bei Mitteleuropäern zur Verkühlung führen kann), um so schnell wie möglich an Karten ran zu kommen. Wir wussten natürlich nicht, wie ernst die spanischen Zuschauer dieses Spiel nehmen würden. Nach einem kurzen Fußmasch durch viele Gassen und vorbei an noch mehr Schalständen erreichten wir also das Vicente Calderón, Heimat der Rot Weißen aus Madrid. Einmal rundherum, an der Autobahn die unter das Stadion durchführt entlang, um zur Kassa zu gelangen. 20€ für die Haupttribüne und 15€ für die Gegengerade, auf der wir später Platz nehmen sollten. Vor dem Stadion war nicht viel los, dürfte wohl nicht der Knaller sein, den man sich erhofft hat. Wir wurden eines Besseren belehrt. Wir gingen noch einen Happen essen und fuhren dann am Abend (man beachte, die für spanische Verhältnisse typische, Ankickzeit) zurück zum Stadion. Vor dem Stadion war mittlerweile die Hölle los. So gingen wir mit großer Spannung in Stadion. Rauf auf den zweiten, steilen Rang, reingezwängt in die schmalen Schalensitze und mal die zweiten Impressionen sammeln. Trotz der Höhe, konnte man das Geschehen gut verfolgen und so versorgten wir uns mal mit ein wenig Gerstensaft um einen guten Preis. Kurz danach folgte der Ankick. Der Ground war mittlerweile sehr gut gefüllt (ca. 45.000 werden es schlussendlich gewesen sein), doch die Stimmung war eher flau. Geräuschekulisse gab es dennoch. Ihr könnt euch den Lärm nicht vorstellen den ca. 30.000 Leute, nur mit essen von Sonnenblumenkernen, machen können. Knirsch, Knirsch, die Berge der Hülsen werden immer höher, faszinierend. Der Fanblock bzw. die dortigen Ultras namens „Frente Atletico“ und UR 1982 Fagetafe, die zumindest mit einem Transparent präsent waren, präsentierte zu Beginn eine gute Choreo. Im unteren Rang Fahnen in den Vereinsfarben und zwischen den Rängen eine Überrollfahne verziert mit einem Totenkopf, in schwarz weiß gehalten. Dazu ein Spruchband, das ich mit meinen rudimentären Spanisch Sprachkenntnissen nicht entziffern konnte. Die Überrollfahne wurde aber prompt mit einer Bengale zerstört, ob mit Absicht ist nicht bekannt. Daraufhin brannten mitten im Block ca. 10 Min. lang ein paar Schalensitze. Schien keinen zu stören, wurde eben mit ein bisschen Abstand zum Feuer weiter supportet, bis sich jemand erbarmte und das Feuer löschte. Der Support selber war 20 Min. lang voll in Ordnung, danach schlaffte er jedoch bis zur Halbzeitpause ab. Auswärtsfans wurden an diesem Abend keine gesichtet. Das Spiel begann sehr schwach, Chancen Mangelware, mit leichten Vorteilen für die Heimmannschaft. Nach der Pause musste aber mehr kommen, da Atletico einen 0:2 Rückstand aus dem Heimspiel aufzuholen hatte. Die Zuschauer auf der Haupt und Gegentribüne kamen immer nur für einen kurzen Augenblick in Ektase, ansonsten war auch von ihnen, bis auf Pfiffe (!!), nichts zu hören. Wenn es mal laut wurde, dann aber ordentlich. Sehr verwöhntes Publikum, was mir sehr missfiel, aber so sind die Südländer nun mal. Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Fernando Torres, einigen vielleicht von der EM bekannt, brachte seine Mannschaft mit einem trockenen Schuss in Führung. Das Stadion bebte, alle Zuschauer sangen, die Möglichkeit war wieder da. Gänsehaut Feeling pur, leider nur für eine halbe Minute, danach gab es wieder knirsch, knirsch. In der 58 Min. schaffte es Atletico dann den Rückstand aus dem Hinspiel zu egalisieren. Von Villareal war nicht viel zu sehen, sie retteten sich dann aber in die Verlängerung, in der es keine Vorkommnisse gab. Das Elfmeterschießen gewann dann Villareal und zog damit in den Uefa Cup ein. Alles in allem war es ein gelungener Abend, die spanischen Fans sind jedoch gewöhnungsbedürftig. Adios…..




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