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Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln  1:1 (1:0)

  am 17.02.2003, Waldstadion Frankfurt, Deutschland, 2. Bundesliga, 23.000 Zuschauer  


Am Frankfurter Flughafen war inzwischen wieder Leben eingekehrt und es ging erstmal in die Stadt, kurzer Stadtrundgang war angesagt, ehe der Frankfurt-Fanshop aufsperrte. Tickets fürs Spiel wurden besorgt, der eine oder andere Fanartikel erworben, und auch die neueste Ausgabe von "Fan geht vor" besorgt. Ein Großteil des Heftes war den aktuellen Problemen zwischen Verein und den Fans gewidmet. Beim letzten Heimspiel im Herbst wurde der Abschied vom alten Block der aktiven Fans rund um die Ultras Frankfurt, welcher den Umbaumassnahmen zum Opfer fiel, gefeiert. Dabei lief einiges nicht ganz nach Plan, kurz vor Spielende wurde bereits mit dem Abriss der Tribüne begonnen, Leuchtraketen und sonstige Gegenstände fanden den Weg aufs Spielfeld und verfehlten Linienrichter und Spieler nur knapp. Der Verein reagierte und verhängte 73 Stadionverbote fürs Waldstadion, wobei einige davon rechtlich in keinster Weise abgedeckt waren und eher auf Verdacht verhängt wurden. Weiters wurde für die nächsten Heimspiele ein komplettes Choreographieverbot und die Stadionordnung auch sonst verschärft, was Transparente und Fahnen angeht. Die Fans reagierten mit einem Supportboykott bei Heimspielen. Eine Woche vor dem Spiel gegen Köln einigte man sich aber darauf den Boykott wieder aufzuheben, konnte man sich also auf ein nicht all zu ruhiges Spiel am Abend einstellen. Für uns gings zum verdienten Mittagessen und Testen des Ebblewoi (Apfelwein). Es waren dann aber immer noch 7 Stunden bis zum Spiel, also nächstes Kino gesucht, in "Anatomie 2" hineingesetzt um vielleicht noch ein Stündchen zu schlafen, was zumindest Walter recht gut gelang. Nun konnte es schön langsam auch schon Richtung Stadion gehen, am Hauptbahnhof tummelte sich schon einiges an Fanvolk beider Lager, unter anderem wurde dabei die korrekte Aussprache von Cologne gelehrt ("es heisst Cologne, nicht Cölön, ihr Pisser" *g*) ehe es per S-Bahn zum Waldstadion ging. Seit meinem ersten Besuch vor 3 Jahren hat sich einiges getan, in Folge des kompletten Neubaus des Stadions für die WM 2006 sind inzwischen die beiden Kurven durch halbfertige neue Tribünen ersetzt, und der Teil der Gegengerade, der die letzten Jahre die aktiven Fanclubs beherbergte, wurde auch schon gesprengt.
Wir machten uns zu unseren Plätzen auf der Gegengerade auf, in umittelbarer Nähe zum Gästeblock, welcher an diesem Abend mehr einem Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses ähnelte, neben einem gewaltigen Polizeiaufgebot waren mindestens 3 Kameras auf den mit ca. 1000 Kölnern gefüllten Block gerichtet. Insgesamt war das Stadion für seine derzeitige Kapazität recht voll und rund 23.000 sahen einen perfekten Start für die Eintracht, schon in der ersten Minute fiel das 1:0. Begleitet von recht motivierten Fans beider Lager ging das Spiel recht munter weiter, ehe es gegen Ende der ersten Halbzeit zu einer Aktion des Stadionsprechers kam, die die aktuelle Situation der deutschen Fankultur recht gut wiederspiegelte, und nicht wirklich für die Zukunft hoffen lässt. Kurz vor dem Anpfiff hatte ein Kölner eine Fackel gezündet, der Stadionsprecher verkündigte nun stolz dass der Schuldige identifiziert und festgenommen sei, und bereits bundesweites Stadionverbot verhängt wurde. Im Köln Block wurde auf die Durchsage mit einer ordentlichen Portion Ironie abgefeiert, und nach diversen Provokationen zwischen Frankfurtern und Kölner machte sich der BGS sehr provokativ im und um den Köln Block breit. Halbzeit 2 brachte bis zur 60. Minute nichts neues, da mussten wir leider schon Richtung Bahnhof aufbrechen, um unseren Zug in die Heimat nicht zu verpassen. Als wir gerade den Block verließen fiel der Ausgleich für Köln. Auf dem Weg zur S-Bahn Stadion konnten wir noch akustisch etwas Jubel und Gepfeife wahrnehmen, Hintergrund war eine rote Karte für Frankfurt und ein Elfer für Köln, der jedoch gehalten wurde. Rechtzeitig war man dann auch am Hauptbahnhof und rund 9 Stunden später wieder in Wien.












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