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FC Banik Ostrava - AC Sparta Praha  0:2 (0:1)

  am 23.10.2004, Stadion Bazaly, Tschechien, 1. Liga, 15.419 Zuschauer  


Samstag, 6:00 Uhr früh, die Strassen menschenleer, die Geschäfte geschlossen und die Augen schwer. Zeit für Groundhopper das nächste Stadion zu "erobern". So trafen wir (3 TR Member und 3/4 der Turbotwins) uns am Südbahnhof , um gegen halb sieben die Reise in den tiefen Osten Tschechiens anzutreten. Die erste Stunde der Zugfahrt verlief ereignislos. Dann kamen jedoch die Herren der Passkontrolle. Für drei von uns kein Problem, doch einer von uns hatte glatt seinen Pass vergessen und musste die Reise zwischenzeitlich in Hohenau unterbrechen. Auf Grund der begrenzten Zeit (der nächste Zug würde erst um 14:00 in Ostrau ankommen, Spielbeginn jedoch schon um 14:25) ging es für uns drei weiter, über die Grenze. In Breclav sicherten wir uns die Zugtickets für die Reise durch Tschechien und zurück, um schlappe 1000 Kronen (10€/Person).
In Ostrau angekommen wechselten wir Geld und deckten uns mit Zigaretten ein. Da ich die Karten bereits in Wien reservierte, war unser erster Zwischenstopp das Stadion "Bazaly", um diese abzuholen. Die erste Enttäuschung: Der Fanshop geschlossen und weit und breit niemand der uns Auskunft geben könnte. Im Gegenteil, wir wurden von Einheimischen ausgefragt, wo es denn Karten zu kaufen gäbe. Wir entschieden uns erstmal das Stadion zu besichtigen um dann später in die Stadt essen zu gehen. Die Stadtbesichtigung fiel kurz aus (Hauptstraße im StadtzentrumHin und Zurück in 5 min.), wobei es auch nicht viel zu sehen gab. Ostrau ist wohl mehr Ruhrpott als der Ruhrpott selbst. Dann versorgten wir uns in einem Gasthaus mit einem üppigen Mahl um wenig Geld. Es ging dann wieder zurück zum Stadion, wo bereits viele Fans unterwegs waren, unter denen sich auch einige Fans aus Katowice (Fanfreundschaft mit Banik Fans) tummelten. Man durfte also auf das Duell der Fans gespannt sein. Dann konnten wir uns endlich die Karten sichern. Ich für meinen Teil war in dieser Situation sehr erleichtert, da man nie weiß ob bei solchen Reservierungen alles gut geht. Ich wurde eines besseren belehrt und zu allem Überfluss war das Stadion auch nicht ausverkauft.
Mit dem vierten Kollegen machten wir uns Zeit und Treffpunkt aus, wobei es nie zu einem Treffen kam, da wir umdisponieren mussten, und so versuchten ihn bei einer Busstation abzufangen, was jedoch nicht gelang. Man ging also um 14:30 (5 min. nach Anpfiff) ins Stadion. Die Kontrollen fielen sehr lasch aus und nach diesen suchten wir erstmal unsere Plätze. Schnell merkten wir aber, dass auf dieser Tribüne (Gegengerade) freie Sitzplatzwahl herrschte. Wir nahmen also auf den Stufen Platz um das Spiel zu verfolgen. Das Stadion selber besteht aus einer Hauptribüne und einer Gegengeraden, die gemeinsam die Form eines Hufeisens erkennen lassen. Der Fanblock der heimischen Fans umfasst ca. 1.000 - 1.500 Stehplätze. Dieser Block machte teilweise einen ordentlichen Lärm und schaffte es immer wieder die Gegengerade zu gemeinsamen Gesängen zu animieren. Größtenteils bestanden diese aus Schimpfwörtern gegen die Prager oder gegen die Polizei. Vom Spiel selber bekamen wir nicht viel mit, da wir eher das Drumherum beobachteten. Prager Fans waren ca. 100 anwesend, teilweise zu hören, jedoch ohne jede Abwechslung bei den Gesängen (Sparta! und sonst nichts).
Zur Halbzeit stand es 1:0 für die Gäste, die sich derzeit in einer sehr guten Form befinden und dieses Jahr wohl den nächsten Titel an Land ziehen werden. Es wäre der 32., welchen auch die Fans mit ein paar selbstgemachten Pokalen forderten. Im Stadion selber kam es zu ein paar Scharmützeln zwischen allen drei Parteien (Sparta - Banik Fans und beide gegen die Polizei). Ein Feuerlöschauto musste auch eingesetzt werden, insgesamt gesehen aber nichts Dramatisches. Die Polizei scheint allerdings rigoroser als bei uns einzugreifen. Um Banik Fans aus dem Sektor nahe der gegnerischen Fans zu vertreiben, setzten diese ein paar kleine Sprengkapseln (oder ähnliches) ein, und schon war die Situation bereinigt.
Mitte der zweiten Halbzeit ging Sparta dann mit 2:0 in Führung (Doppeltorschütze Tomas Jun), die heimischen Fans supporteten allerdings brav weiter, aber natürlich nicht mehr in der guten Lautstärke wie in der ersten Halbzeit. Von den Blau - Weißen gab es dann auch noch eine Pyroshow mit ca. 20 Bengalen, vorher bunten Rauch. Auch die Prager Fans zündelten ein wenig. Transparente gab es auf beiden Seiten, jedoch sollte man den Jungs erklären, dass sie doch lieber reissfesteres Material verwenden. An diesem Tag wurden sicher 3,4 Transparente während dem präsentieren zerrissen (auf beiden Fanseiten). Im Stadion sicherten wir uns dann noch Schals und Fanzines bevor es dann wieder zum Bahnhof ging. Heimische Fans und die Leute aus Katowice versuchten dann noch den Gästeblock zu stürmen, wurden durch die Cops jedoch schnell wieder aus dem Stadion getrieben. Die Prager Fans wurden in einen Bus verfrachtet (sah ziemlich eng aus) und unter Polizeieskorte zum Bahnhof gebracht. Als wir dort ankamen, standen gute 40 Polizisten dort, was sich gute 2 Stunden nicht änderte. Wir tranken Bier und ich musste mich mit zwei Einheimischen unterhalten, die meinten dass der tschechische Fussball besser wäre als unserer. Ich ging den Kompromiss ein und meinte, dass beide Länder gleich auf seien. Die Rückfahrt vertrieb man sich dann mit Unterhaltungen und Lesen der Fanzines und gegen 22:00 kamen wir wieder am Südbahnhof an. Es ging kurz in die Stadt und dann ab ins Bett um für das nächste Spitzenduell fit zu sein, das Wiener Derby.


















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