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Inter Mailand - Juventus Turin  2:2 (1:2)

  am 03.12.2000, Meazza Stadion, Italien, Serie A, 84.000 Zuschauer  


In Mailand angekommen wurden sofort die Rucksäcke verstaut, um dann auf schnellstem weg zum Meazza zu kommen. Also ab in die Metro und zum Stadion. Dort angekommen wurde man bereits am Bahnsteig von zahlreichen Schwarzmarkthändlern belagert. Als man seinen Wunsch, Karten für den Setore Ospiti, äußerte wurde man noch mehr umworben und jeder wollte uns seine Karten andrehen, wobei es fast zu einer Schlägerei zwischen den Händlern kam. Für 140.000 Lir. erworben wir zwei Karten für den Juve-block. Als man dann beim Stadion ankam war schon einiges los. Als ab ins Innere, aber nicht in den Setoro Ospiti, sondern auf die Haupttribüne um Fotos der Beiden Fanblöcke zu schießen. Zu Spielbeginn zeigten beide Seiten Zahlreiche Doppelhalter, Fahnen, Bengalen und Rauch. Das Spiel konnte erst mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen werden, da beide Seiten alles Mögliche aufs Feld warfen. Für uns gar nicht so schlecht, denn so konnte wir unsere Plätze beziehen ohne etwas von Spiel zu verpassen. Im Juvesektor gesellte man sich zu den Fighter, die man bereits von anderen Spielen kannte. Bereits in der 6 Minute durften die Juventini jubeln, die heute mit 6-8000 vertreten waren. Dann kam plötzlich Spannung auf, denn die Carabinieri versuchten die Juventini ohne Grund von den Stiegen wegzudrängen und als in der 10 Minute das 2:0 für Juve viel, kam es zu den ersten Schlägerein zwischen Juventini (hauptsächlich Fighters, die Ihrem Namen an diesem Tag gerecht wurden) und den Cops. Die Juve-fans schlugen mit Fahnenstangen, ausgerissenen Sesseln, Fäusten und Gürtels auf die Cops ein, die sich nur noch hinter Ihren Schildern verkriechen konnten. Als die Sache zu eskalieren drohte, setzten die Cops Gas ein und ich musste flüchten, mein Kollege Eric konnte das nicht und wurde von einem Fighter herausgezogen als er bereits eine volle Ladung Gas inhaliert hatte und sich nicht mehr mit eigener Kraft in Sicherheit bringen konnte. Als ich dann glaubte wieder in Sicherheit zu sein, gelang Inter der Anschlusstreffer und aus dem oberen Rang wurde alles Mögliche in den Auswärtssektor geschossen, wobei es mehrere Verletzte gab. Mich selbst verfehlte ein Bengalische nur um wenige Zentimeter und zu Krönung wurde ich dann noch beinahe von einer Orange getroffen, diese schlug aber Gott sei dank nur neben meinem Fuß ein, sodass ich alles auf der Hose picken hatte, was zur allgemeinen Belustigung führte. Zur Pause traf ich dann Eric und wir gingen wieder zu den Fighters. Die zweiten Halbzeit war spielerisch vom Feinsten, Inter gelang dann noch der Ausgleich durch einen abgefälschten Freistoß. Nach dem Spiel ging es aber erst richtig los. Die Cops wurden in einen Ausgang gedrängt. Mit Schutzschildern und Schlagstöcken bewaffnet stürmten die Cops wieder in den Block, die Juventine antworteten mit Bengalen, Hunderten von Sesseln Fahnenstangen und mit Gürtel, so das den Cops nichts überblieb als sich zurück zu ziehen. Dann wurde noch ein Schlauch aus der Wand gerissen, was zur Folge hatte das der gesamte Stiegenabgang unter Wasser stand. Als Krönung rannte dann noch ein Juve-fan mit einem Feuerlöscher in den Sektor versprühte diesen und wuchtete ihn in einen Haufen von Cops, die daraufhin die Flucht ergriffen. Nachdem dieses Spektakel vorbei war, verabschiedete man sich von den Fighters und verlies das Stadion. Vor dem Meazza war ein Riesen Aufgebot an Carabinieri vorhanden um schlimmeres zu vermeiden, doch es blieb alles ohne weiter Zwischenfälle. Nachher ging es noch zu McD und dann in Richtung Milano-Centrale, wo wir unsere Sachen abholten. Dann ging es mittels Metro nach Milano Lambrat, denn von hier fuhr man nach Venezia und dann nach Wien. Da es Saukalt war und wir noch 4 Stunden auf den Zug warten mussten, machten wir es uns im Warteraum der Schaffner gemütlich, die damit nicht Einverstanden waren. Aber wenn man kein Italienisch oder Englisch spricht oder es nicht wollte, blieb ihnen nichts über als uns gewähren zu lassen. Da Eric kein Geld mehr hatte und sich so kein Ticket leisten konnte, musste überlegt werden, wie er zurück nach Österreich kommen sollte, also Geldbörse in meinen Rucksack und wenn der Schaffner kommt, sagen, wir wären beraubt worden, in der Geldbörse wäre unser gesamtes Geld, Tickets und Kreditkarten und man müsse unbedingt nach Österreich. Da blieb dem Schaffner nichts übrig als uns nach Wien fahren zu lassen, denn einen „armen Österreicher, ohne Geld, Tickets und Kreditkarte kann man ja nicht einfach in Italien stehen lassen. So kamen wir am Montag Abend in Wien an, mit den Eindrücken einer sicherlich perfekten Tour.











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