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Photos und Berichte > Rapid Wien > 1999 / 2000


ASK Inter Bratislava - SK Rapid  1:0 (1:0)

  am 16.09.1999, Stadion Pasienky, Slowakei, UEFA Cup, 6.600 Zuschauer  


Inter Bratislava war der nächste Gegner Rapids im UEFA – Cup. Dazu machten wir uns um ca. 10.00 Uhr in einem der rund 25 Busse auf den Weg dorthin. Nachdem wir Mario, welcher seinen Pass vergessen hatte, vom Praterstern abgeholt hatten und das Chaos in Wien überstanden hatten, ging es über Bundesstrassen zum Grenzübergang, wo man auch einige Autobesatzungen Trnava Fans sah, welche am Weg nach Graz zum GAK waren. Bei der Grenze musste erst einmal der erste Nervenkitzel überstanden werden (Genaueres wird aber aus sicherheitsdienlichen Gründen nicht verraten!, gell Lukas!), doch glücklicherweise wurden wir nach rund einer Stunde Wartezeit an der Grenze, in die Slowakei eingelassen. Dort ging es gleich mal auf einen Rundgang durch die Innenstadt (meine Güte, gibt’s hier hübsche Mädels!), wo man schon massenweise Grüne antraf. Im Stadtinneren angekommen wurde vorerst einmal ein Restaurant gesucht und gefunden, wo wir unser aufgetretenes Verlangen nach fester Nahrung erst einmal recht kostengünstig stillten. Nach diesen Unterfangen marschierten wir noch ein wenig durch die Innenstadt und eine halbe Stunde später ging es mit einem Linienbus Richtung Stadion. Der Besuch des Stadions des Stadtrivalen Slovan Bratislava (liegt rund 100 m. daneben) fiel aber, mangels Enthusiasmus ins Wasser. Nach äußerst sporadischer Rucksackkontrolle (Leibesvisitationen gab es schon gar keine!) ging es also rund 2 Stunden vor Spielbeginn ins Stadioninnere. Von diesem war ich persönlich mit Ausnahme der 4 recht imposanten Flutlichtmasten nicht sehr angetan. Was soll einen schon an einem 08/15 Stadion des Ostblocks außerordentlich gefallen. Zu allen Überdruss verfügte es auch noch über eine Laufbahn, was die wenige Stimmung im Stadion noch mehr senkte.
Die Tribünen verfügten über Plastiksitzschalen und die Haupttribüne gegenüber unserem Sektor über ein Dach – das war´s ! Die Auswahl an Fressalien und Getränken im Stadion war dann auch nur sehr spärlich. Einziger Pluspunkt waren die lächerlichen Preise (großes Bier – 7 Ösen), was die Wartezeiten allerdings auf rund eine halbe Stunde anwachsen ließ und viele unverrichteter Dinge wieder zurückkehrten, um nicht zuviel zu versäumen. Eine Stunde vor Spielbeginn kreuzten dann auch die per Automobil (mutig, mutig!) angereisten Tornados im Stadion auf und bis zu Spielbeginn füllte sich unser Block mit rund 2.000 Fans. Über die Qualität dieses Haufen verschwenden wir allerdings nicht zuviel Platz, denn was soll man schon viel sagen, wenn gerade mal 200 Mann es der Mühe wert fanden, Ihre Stimmbänder zu strapazieren und zu supporten. Kurz gesagt es waren also hauptsächlich Eurohoppper, „ einmal und nie wieder Auswärtsfans“ und was weiß ich sonst noch Fans live vor Ort. Doch nicht alles war zum Vergessen an diesem Tag. Denn puncto Pyrotechnik war es heute ein absoluter Glanztag. Denn geraucht hat´s fast ununterbrochen irgendwo im Sektor. Vor allem zu Beginn gab es die ganze Palette auf einmal. Zig Bengalen, Rauch in den Farben schwarz und weiß und diverse, sonstige Feuerwerksgegenständen. Während des Spiels flogen noch einige Bengalen auf die Laufbahn mit denen die örtlichen Sicherheitsbeauftragten so ihre liebe Not beim Löschen hatten. Doch trotz allem war das Sicherheitsaufgebot bei uns im Block minimal bis nicht vorhanden. Die paar auf der Laufbahn beobachteten zwar ununterbrochen unseren Block, doch eingeschritten wurde nicht. Uns war´s nur recht!
Warum die Stimmung allerdings trotzdem so mies war – ich hab keine Ahnung! Vielleicht lag´s am Spiel, welches wirklich zur Kategorie „Abhaken und Vergessen“ gehörte. Unsere 11 Mannen am Spielfeld brachten wenig bis gar nichts zusammen – und da gegen einen, von der Spielstärke, in Österreich vielleicht in der 1. Division einzustufenden Klub. Einziger Höhepunkt war ein Lattenschluss gleich zu Beginn. Es war also von Anfang an nur eine Frage der Zeit bis uns die Slowaken ein Tor schießen würden. Dieses fiel dann auch kurz vor der Pause und besiegelte die peinliche Niederlage Rapids in Bratislava.
Doch widmen wir uns wieder den Geschehnissen rund um das Spiel. Waren ja auch um einiges aufregender! Denn kurz vor Pausenbeginn hatten leitende Mitglieder des Stammtisch Grün Weiß so ihre lieben Probleme mit dem heimischen Ordnerdienst und der Polizei bei der Platzierung ihres Transparentes. Genaueres weiß ich selber nicht so genau – Tatsache war aber, dass darauf hin ein rund 100 Mann starker Mob in der Pause so ihre Meinung zu diesem Vorfall schildern wollte. Doch bis auf einige vereinzelte Handgreiflichkeiten und Pöbeleien ereignete sich nichts und so kehrte der Mob unverrichteter Dinge wieder zurück. Man wollte dies auf nach Spielschluss verlegen. Man durfte also gespannt sein! Währendessen hatte die heimische Polizei Ihr Kontingent natürlich auch um einiges verstärkt (selbst berittene Polizei war vor Ort!). Kurz vor Schluss fiel noch ein Teil des Zaunes in unserem Sektor, was die Ordner auf der Laufbahn etwas erschrecken ließ. Doch kurz darauf wurde dieses Loch durch ein 5 Mann starkes Polizeiaufgebot unter Bewachung gestellt. Nach Abpfiff des Schiedsrichters kam die Mannschaft trotz der miserablen Leistung noch fast geschlossen zu unserem Sektor und bedankten sich bei den mitgekommenen Fans.
Vieler der Erfolgsfans konnte dies nicht verstehen und pfiffen unsere eigenen Spieler aus. Für mich persönlich stellte sich wie so oft nach solchen Aktionen die Frage, warum solche Leute überhaupt zu einem Auswärtsspiel fahren??? Aber ich glaube diese Frage können mir die angesprochenen Personen meist nicht einmal selbst beantworten – also lassen wir das viele grübeln. Die nach Spielschluss angekündigten Racheakte blieben auch aus (obwohl es angeblich doch noch einige Laufübungen gab, wenn man anderen Zines Glauben schenken kann!) und die Fans verstreuten sich in alle Himmelsrichtungen zu ihren Transportmitteln und machten sich auf den Nachhauseweg. Wir konnten noch rund 1 Stunde auf die Abfahrt unsere Busse warten, da einige Mitfahrer das Wort „Pünktlichkeit“ aus ihrem Wortschatz verdrängt hatten und stattdessen lieber noch in einem umliegenden Beisel, das ein oder andere Gemisch zu sich nahmen. Doch auch diese Zeit verging und der Bus setzte sich mit rund 70 enttäuschten Rapid Fans in Bewegung. Bis zur Grenze hatten wir noch Geleitschutz von der Polizei und die restliche Fahrstunde wurde nur mehr zu einigen, mehr oder minder sinnlosen Gesprächen genutzt, ehe man kurz nach 22.00 Uhr in den eigenen vier Wänden, das Spiel auf Video Revue passieren ließ.










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