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KSP Polonia Warszawa - CWKS Legia Warszawa  2:1(0:1)

  am 18.09.2011, Stadion Polonii, Polen, Ekstraklasa, 6.000 Zuschauer  


Das Wort DERBY steht meistens für Emotionen, Rivalität, Kampf, Stimmung und manchmal auch für Hass. Wenn man sich entscheidet ein Derby zu besuchen hat man gewisse Erwartungen, leider hat das Warschau Derby nicht alle Erwartungen erfüllt.
Schon beim Zugang zu dem Stadion war keine Anspannung zu spüren, zu sehen waren nur Leute ganz in Schwarz gekleidet, was auf die Polonia Fans hindeutete, die Polizei war komplett entspannt, zwar präsent aber sehr dezent im Hintergrund, da und dort vereinzelt Polizisten aber keine Polizei-Armee, die vielleicht zu erwarten war. Beim Eingang wurde man durch die Ordner kaum kontrolliert und nicht einmal die Fancard oder der Ausweis wurde verlangt.
Die Fantribüne (komplette Längsseite) war ausverkauft und die mittleren drei/vier Blöcke bildeten den Kern, bei dem Tribüneneingang wurde man höflich gefragt, wo man stehen will, im Kern oder in den Außenblöcken, die ganze Koordination wurde von den Fanclubs übernommen. Um in den mittleren Blöcken Platz nehmen zu dürfen, musste man ein Trikot kaufen (Kosten ca. 3,- Euro) und in den Außenblöcken waren leider nicht alle aber doch viele komplett in Schwarz gekleidet und so präsentierte sich die Tribüne optisch schon mal ganz gut.
Die Haupttribüne auf der anderen Seite war zwar gut besucht aber leider nicht ganz voll, nur der Auswärtssektor hinter dem Tor blieb leer, die Legia Fans sind zu dem Derby nicht erschienen, die haben sich in eigenen Stadion getroffen und haben dort das Spiel auf einer Leinwand verfolgt. Im Auswärtssektor hing vor dem Spiel ein Spruchband: „ES GIBT EINE MACHT IN DER STADT??? DANN WO SEID IHR???“, es war eine Anspielung der Polonia Fans auf die Legia Choreo beim letzten Derby; wo geschrieben stand „es gibt nur eine Macht in der Stadt - Legia – und wer seid ihr?“, kurz vor dem Anpfiff wurde es dann entfernt.
Die Fans von Polonia haben während dem Spiel vier Choreos präsentiert, je zwei pro Halbzeit.
Die erste Choreo bestand aus Zetteln und Fähnchen, auf der ganze Tribüne wurden Zettel in den Vereinsfarben gehalten, aus weißen Fähnchen entstand die Abkürzung „KSP“ und auf dem Zaun wurde ein Spruchband aufgehängt: „POLONIA IST GESCHICHTE UND STOLZ DER HAUPTSTADT, EUCH WÜRDE ES NICHT MEHR GEBEN OHNE KOMMUNISMUS“. Spruchband war an die Legia gerichtet und das Wort „euch“ war in den Vereinsfarben der Legia gemalt.
Bei der zweiten wurde einer Überrollfahne in Balkenmuster von rechts nach links über die ganze Tribüne auf die Wanderschaft geschickt, am Zaun war wieder ein Spruchband zu lesen: „IN DREI FARBEN KLEIDET SIE SICH, ICH LIEBE SIE UND SIE MICH“. Leider ist die Überrollfahne kurz vor Ende gerissen, trotzdem haben die Jungs die Geschichte ganz gut zu Ende gebracht ohne dass es sehr stark aufgefallen ist.
Bei der dritten haben die Burschen ein Vorhang mit der Abbildung des Stadions hochgezogen und auf einem Spruchband war zu lesen: „EINZIGER HEILIGER ORT WO DER VERSTAND GEGEN SEELE UND HERZ VERLIERT“.
Bei der letzten wurden mehrere hundert Fahnen auf der ganzen Tribüne verteilt und dann über einen längeren Zeitraum geschwenkt.
Während den ganzen 90 Minuten herrschte eine gute und sogar phasenweise sehr gute Stimmung im Stadion, die Haupttribüne wurde immer wieder gekonnt in den Support mit eingebunden und es wurde durchgehend laut gesungen, zeitweise war es auch sehr, sehr laut im Stadion und auch nach dem Rückstand haben die Fans nicht nachgelassen und haben brav weitergemacht und die Mannschaft unterstützt.
Sportlich war es ein durchschnittliches aber kampfbetontes Spiel. In der ersten Hälfte waren die Gäste die bessere Mannschaft, sie hatten die besseren Möglichkeiten und sind auch verdient in Führung gegangen, hatten dann auch Pech bei einem Stangenschuss. Mit einem knappen 1:0 für Legia ging es dann auch in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff ist Polonia wie ausgewechselt aus der Kabine gekommen, hat ab sofort das Kommando übernommen und auch viel mehr für das Spiel getan, man hatte das Gefühl, sie wollen unbedingt das Spiel gewinnen, was bei Legia nicht mehr der Fall war. Durch Kampf und Siegeswillen haben sie zwei Tore erzwungen und Polonia hat das Spiel schlussendlich mit 2:1 gewonnen.
Schade, dass die Legia Fans nicht anwesend waren, denn es kam dadurch nie die richtige Derby Atmosphäre auf. Dafür haben die Polonia Fans eine gute Leistung auf der Tribüne gezeigt und auf dem Rasen war es zwar kein fußballerischer Leckerbissen aber doch eine unterhaltsame Partie mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten und letztendlich mit dem besseren Ausgang für die Heimmannschaft.




















































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