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Aalesund FK - Ferencvárosi TC  3:1 n.V. (2:1)

  am 21.07.2011, Arena Aalesund, Norwegen, Europa League Qualifikation, 4.000 Zuschauer  


Am Dienstag um 7 Uhr in der Früh startete der Bus der Green Monsters in Budapest. An Bord waren neben GM auch noch Vertreter andere Gruppen und ich. Dank der im Bus herrschenden Partystimmung war die Fahrt ziemlich kurzweilig und so fanden wir uns am frühen Abend kurz vor Berlin wieder. Alles lief wie geplant, doch plötzlich standen wir im Stau. Schnell war klar, dass sich deswegen die angepeilte Fähre um halb 12 in Rostock nie ausgehen wird. Statt mit der Fähre um 23:30 aus Rostock fuhren wir um 04:00 in Puttgarden ab und setzten nach Rodby über. Auf vier Rädern ging es dann weiter nach Kopenhagen, wo wir um circa halb 7 in der Früh ankamen. Auf Grund der vorgeschriebenen Busfahrerpause mussten wir 10 Stunden überbrücken. Zunächst verschlug es uns in ein „Hippieviertel“. In diesem war aber nichts los, bis auf das, dass ein paar Mittfünfziger um 7 in der Früh gemütlich ihren Ofen rauchten. Weiter ging es mit einer Stadtbesichtigung. Kopenhagen enttäuschte mich aber maßlos und ist in meinen Augen nicht sehenswert. Für die restlichen 8 Stunden platzierten wir uns in einem Park und verbrachten die Zeit hauptsächlich mit schlafen und Fußball spielen. Aber auch einige Ausflüge wurden vom Park aus gestartet und so saßen wir plötzlich zu fünft in einer „Gratisaufführung“ eines Kinos. Verstanden hat natürlich niemand etwas, aber Situationsbedingt war es extrem lustig. Eine andere Gruppe fand ein für dänische Verhältnisse wirklich preisgünstiges Geschäft, in dem sie Kohle, Würstel und Erdäpfel besorgten. Und da in „unserem“ Park ein öffentlicher Griller stand, hatten wir ein ziemlich gutes Mittagessen. Nach einer letzten Runde durch Kopenhagen konnten wir auch schon wieder weiterfahren. Mit der Fähre ging es von Helsingor nach Helsingborg (Schweden) und dann mit dem Bus quer durch Schweden und Norwegen. Die Landschaft, welche man vom Bus aus in Schweden, aber vor allem Norwegen sehen konnte war wirklich atemberaubend schön. Berggipfeln, die in ein Meer aus Wolken getaucht waren, Regenbögen die sich über Tälern spannten und wilde Flüsse die ihren Weg den Berg hinunter suchten, sorgten für minutenlange Faszination im ganzen Bus. In Norwegen hatten wir dann auch erstmals auf unserer Reise Kontakt mit der Polizei. Zunächst kamen wir in eine Routinekontrolle aber ca. eine halbe Stunde vor Aalesund wurden bewusst wir herausgefischt. Jeder wurde aufgeschrieben und der Bus mehr oder weniger durchsucht. Nach 54 Stunden Reise kamen wir endlich in Aalesund an. Nachdem wir von einer Besichtigungstour zurück kamen, war die Polizei bei unserem Bus und kontrollierte jeden zurückkommenden. Außerdem hatte sie schon alle Taschen, in Abwesenheit ihrer Besitzer, durchsucht und dabei alle für das Spiel geplanten pyrotechnischen Gegenstände beschlagnahmt. Nach der Kontrolle machten wir uns auf den Weg zum Stadion und wurden 10 Minuten später gleich noch einmal kontrolliert. Auf die Frage warum sie uns alle 10 Minuten kontrollieren antworteten sie: „Wir haben gehört, manche von euch sind Ultras und Hooligans“. Aha. Den Ultraausweis haben sie jedenfalls bei niemanden gefunden, und dass einige der Gruppe, die sie gerade kontrollierten, „Kategoria C“-Shirts anhatte störte sie auch nicht weiter. In allen ungarischen Nachrichten war am nächsten Tag die Meldung, dass bis Fradi in Aalesund einfiel dort 50 Jahre lang nichts mehr gestohlen wurde. In einem Interview sagte der dortige Polizeichef, dass sich alle im Dienst befindenden Beamten nur um Fradi kümmern. Auf die Frage wie viele Beamte das sind, antwortete er: „20“=).
Im Stadion selbst erinnerte mich alles irgendwie an Red Bull. Zum Einen gab es eine „gute“ Show vor Anpfiff, zum Anderen gab es in der Kurve ca. 50 bemühte Leute, die aber in der faden Masse untergingen. Supporttechnisch begann Fradi mit der ungarischen Nationalhymne. Leider gelang es danach nicht mehr den ganzen Sektor zum Mitmachen zu animieren. Außerdem waren die Supportwilligen in meinen Augen zu sehr in die Länge gezogen. Wären sie kompakter gestanden, wäre, denke ich mir, mehr möglich gewesen. Am Spielfeld erinnerte mich Fradi an Rapid letzte Saison, also alles andere als europacuptauglich. Doch das 2:1 im Hinspiel machte Hoffnung auf den Aufstieg. Außerdem ging dann Fradi kurz vor der Halbzeit auch noch 1:0 in Führung. Doch ein schlimmer Abwehrfehler und das darauf folgende Foul, welches an Dummheit kaum zu übertreffen war, brachten den Norwegern einen Elfmeter und dadurch den Ausgleich. Kurz vor Ende kam es wie es kommen musste: 2:1 für Aalesund. Somit ging es in die Verlängerung, wo Fradi sowohl am Feld als auch in der Kurve die Luft auszugehen schien. Unfassbar war, dass der offizielle Bus von Fradi erst in der 115. Minuten ankam. Doch ab diesem Zeitpunkt hatte die Kurve von Fradi die beste Phase. So wurde nochmals lautstark versucht das entscheidende Tor zu erzwingen. Doch leider konnte Aalesund dieses wichtige Tor erzielen. Fradi war ausgeschieden, die Enttäuschung riesengroß. Auf der 57-stündigen Heimfahrt gab es bis auf einen Pubbesuch in Dänemark (während des Wartens auf die Fähre) und einem 10-stündigen Aufenthalt in Rostock keine Highlights.



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