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Fortuna Düsseldorf - DSC Arminia Bielefeld  2:0 (1:0)

  am 24.04.2011, Lena - Arena, Deutschland, 2. Bundesliga, 18.100 Zuschauer  



Ein Stadion nur für 3 Spiele, das gibt’s dann doch nicht so oft. Denn nicht das das Konstrukt dann weiter verwendet wird, nein – ein kompletter „Neubau“ für 3 Spiele und dann war’s das. Ja so was gibt’s heutzutage, genauer gesagt in Düsseldorf am Rhein. Und warum das Ganze? Tja, durch ein Verkettung mehrerer Umstände die den so genannten Eurovisions Songcontest betreffen. Erstens einmal gewann Deutschland 2010 diesen mehr oder weniger sinnvollen Bewerb nach gefühlten 100 Jahren wieder einmal aufgrund eines Stefan Raabschen Geniestreiches mit einer durchschnittlichen unverbrauchten Sprechgesangsängerin. Dann erhielt Düsseldorf den Zuschlag für die Austragung der Titelverteidigung 2011 gegenüber allen anderen Bewerbern. Tja, und dann kam man drauf das der Termin der Fussballarenenhalle mit der Fortuna ja eigentlich „belegt“ wäre. Aber die Fortuna musste zwar aus der Arena weichen, nicht aber vom Messegelände selbst. Eben auf einem dahinter gelegenen Trainingsgelände wurde dann das oben beschriebene Stadion buchstäblich aus der Erde gestampft. Beziehungsweise ein Nebenplatz mit Stahlrohrtribünen rund um verbaut. Das ganze natürlich streng nach DFB Richtlinien für die Bundesligatauglichkeit, und dann war es fertig das Spektakel. Die so genannte „Lena-Arena“ ist für die letzten 3 Runden dieser Saison 2010/11 die Heimat der 95er. In den Genuss kamen dafür die Teams von Union Berlin, Arminia Bielefeld und der Alemannia aus Aachen – auch 2 Nachwuchsländerspiele zum Probelauf wurden vorher durchgespielt. Und da Zeit knapp ist, und man bei drei Chancen schon zwei verplant hatte, musste dann eben dieses Spiel heute fix herhalten. Von der Konstellation gegen den Fixabsteiger zwar nicht die beste Paarung, aber irgendwie wollte man irgendwie dann doch dabei sein. Bielefeld hat die Saison schon mit einem krassen Rückstand, Punkteabzug und argen Finanzproblemen abgeschlossen. Für die Fortuna war nach oben und nach unten alles bereits erledigt heuer. Daher sportlich ein mehr oder weniger bedeutungsloses Spiel, um die eine oder andere Prämie ging es aber noch im Schatten der Arena selbst. Der Vormittag wurde noch standesgemäß in der Altstadt zwischen Heinrich Heine Allee und dem Rheinufer verbracht. Zu sehen gab es die bekannten Gassen der Fortgehmeile, das Rheinufer und gerade heute dazu den Düsseldorfer Brückenlauf. Dieser wurde vom Stehtisch bei Weizen, Alt und etwas Likör zum Probieren verfolgt, ehe es dann mittags zum bereits bekannten Arenagelände ging. Und wie gesagt, dahinter konnte die rote Ausweichspielstätte bereits auch von weitem begutachtet werden. Gehüllt in Sponsorfarben und manch Songcontest Seitenhieb ging es mittenrein über den Check-In auf seine zugewiesene „Terminaltribüne“. Der Zuseherzuspruch war gut, aber doch nicht so schlimm wie erwartet. Karten waren für alle 3 Spiele locker im freien Verkauf zu erwerben, und der sonst vorhaltende F95 Zuseherschnitt der Saison wurde bei diesem Spiel nicht erreicht. Trotzdem waren viele gar nicht unglücklich mit dem Stadion, denn anders als in der großen Arena war man hier kompakt und nah am Spielfeld. Eine lautere Fussballatmosphäre als bei manch Arenaspielen trieb die Kicker im Saisonfinale nach vorne. Der Ultras Düsseldorf Block gab sein Bestes im Eckblock, einige mehr im Stehbereich hätten aber gerne noch mehr mitmachen können. Trotzdem sind kleine Stadien und voll manchmal in der Situation besser, als überdimensionierte welche sich dann teilweise etwas verlaufen. Auf Dauer wäre das Ganze dann für einen Verein wie die Fortuna zwar dann doch wieder zu klein, aber etwas alte Flinger Broich Atmo kam dann teilweise doch wieder auf im Gegensatz zu den Arena Zeiten (besonders zu Beginn als dort noch Regionalliga gekickt wurde). Schaden hatte dann also so gut wie niemand von der ganzen Geschichte, außer sozusagen der Düsseldorfer Steuerzahler an sich, der das ganze über die Stadtkasse finanzieren durfte. Die Fortuna kostete die Geschichte selbst keinen Cent und auch eine Ausweichdebatte hatte man sich so erspart. Einzig die Geschichte Flinger Broich war aufgrund der DFB Richtlinien leider kein Thema mehr, das Kapitel ist damit (außer auf Amateurebasis) leider erledigt. Ebenso wie das Kapitel Liga 2 für die Arminen aus Bielefeld. Große Träume und Ambitionen, eine durch und durch renovierte Bielefelder Alm und jetzt das Desaster mit der Grottensaison und einer besonders finanziell ungewissen Zukunft. Sogar Liga 3 ist ja lizenztechnisch noch in Gefahr. Also wo da die Reise für Verein und Fans hingeht weiß auch noch niemand so genau, armes Bielefeld, aber da einige Traditionsklubs auch diesen Weg schon gemeistert haben, stirbt die Hoffnung wohl zuletzt auch in Ostwestfalen. Sportlich hätte Bielefeld am heutigen Ostersonntag wohl auch mehr rausholen können. Denn einige Topchancen blieben ungenutzt, bzw. wurden unglücklich vergeben. Fortuna hingegen schlug je einmal pro Halbzeit gnadenlos zu und sicherte sich so die drei Ostereierpunkte in das Fortuna-Nest. Zur Freude aller Fortunen heute, da damit jeder das Osterfest bis morgens weiter in der Altstadt ausklingen lassen konnten. Düsseldorf hat noch ein Spiel in 2 Wochen in der „Lena-Arena“, dann regiert dort wirklich kurz der Songcontest in der echten Arena. Ehe im Sommer 2011 dann wieder der Ball rollt, und dann wird vom heutigen Stadion dahinter nichts mehr über sein, außer die gute Erinnerung an diese witzige Anekdote der Stadionwelt. Fortsetzung woanders wohl auch nicht ausgeschlossen… mal sehen.




























































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