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FC CFR Cluj - FC Unirea Alba Iulia  3:2 (1:0)

  am 24.04.2010, Dr. Constantin Radulescu Stadion, Rumänien, Liga 1 Romania, 8.000 Zuschauer  


Osteuropa stand an diesem Wochenende auf dem Programm. Recht kurzfristig wurde dieser Trip erst so letzten Samstag im Pinzgau so richtig besprochen und dann unter der Woche so nach und nach fixiert. Erst wollte man sich ja nur auf den ukrainischen Doppler Lvov und Uzghorod samstags und sonntags beschränken. Mangels aber beschränkter Reise- und besonders Anreisemöglichkeiten nur samstags, da freitags aus familientechnischen Gründen flachfiel musste man umdisponieren. Zuerst waren manche ungarischen oder slowakischen Spiele im Gespräch für Samstag ehe man dann eher zufällig auf die Ansetzung des CFR Cluj in Rumänien aufmerksam wurde. Der Meister des Jahres 2008 sollte, noch dazu zur eher ungewöhnlichen TV Zeit von 21:30 rumänischer Osteuropazeit, sein Spiel sehr spät am Abend bestreiten. Wodurch die zu erwartende langwierige Anreise zwar dadurch nicht kürzer, aber zeittechnisch auch mit Samstagfrüh Abfahrt jedenfalls machbar war. Der Routenplaner warf zwar nur gute 700 Kilometer bis nach Cluj, zu Deutsch Klausenburg, aus – doch wird es ab Budapest eben eine recht zaache Geschichte. Man kann leichte Umwege über die Autobahnen hinter Budapest fahren, oder auch den Kilometermässig kürzesten Weg über die Europastrasse 1 Richtung Bukarest wählen. Dafür ist dieser halt mal mehr und mal weniger gut ausgebaut. Wie gesagt so ging es dann eben ab 7:00 Uhr früh los und eben so dahin über Györ, Budapest, Szolnok etc.. bis zur rumänischen Grenze, zum Einreiseort Oradea. Die ungarischen Zöllner kontrollierten unsere Ausreise recht gründlich und ließen sich so gut wie alle vorhandenen Autoreisepapiere zu den Pässen dazu zeigen. Als sie nichts zu beanstanden fanden konnte man nach gut 10 Minuten passieren. Dann hieß es erstmal die rumänische Autostrassenbenützungsplakette zu erwerben. Anders als üblich muss man eine solche auch kaufen wenn man keine Autobahn benützt, denn mangels solcher wird halt einfach so kassiert wenn man einfach nur so auf rumänischen Strassen rumfährt um halt eventuell mal Autobahnen bauen zu können. Vorhanden sind ja derzeit so gut wie keine und auch die Strassenverhältnisse der Überlandverbindungswege sind relativ „mäßig“ sag ich mal. Dazu noch die teils gebirgigen Verhältnisse besonders im Karpatengebiet macht das alles nicht wirklich einfacher. Unsere halbwegs brauchbare Route eben über die Europastrasse 1 war aber ganz annehmbar wenn einen manch Schlaglöcher in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Mengen egal sind. Doch zuerst hieß es erstmal den rumänischen Grenzbalken zu passieren, was sehr unkompliziert vonstatten ging. Kurze Pass- und Gesichtskontrolle und ohne weitere Wünsche wurde man durchgewunken, Rumänien war nach gemütlicher Siebenstundenfahrt inkl. Pausen um kurz nach 14:00 Uhr erreicht. Danach wurden noch mal die Beine ausgeschüttelt und erstmal ein paar Lei für die Finanzierung der folgenden Stunden klargemacht. Ebenso für die Tankfüllung danach, denn die Spritpreise in Rumänien können durchaus überzeugen, sind sie ja im untersten Viertel des europäischen Preissegmentes. So, nun es hieß es nur mehr die Grenzstadt Oradea zu durchqueren und dann noch gut 170 Kilometer in das weitläufige Landesinnere nach Klausenburg zurückzulegen. Für diese Distanz benötigte man aufgrund der gegebenen oben beschriebenen Verhältnisse gut noch mal 3 Stunden netto und 3 ½ brutto, so dass man so gegen 18.00 Uhr erst nach 10 Stunden Reisezeit an der Stadtgrenze von Cluj ankam (eine Stunde hieß es ja auch so die Uhr vorstellen aufgrund der Zeitzonenüberquerung). Gut man hatte sich wie gesagt nicht beeilt, aber auch nicht wirklich getrödelt – von daher kann man sicher schneller sein, aber trotzdem geht schon ganz schon was drauf wenn man Rumänien mit dem Auto erobern will, also reichlich Zeit einplanen ist da nicht verkehrt. Nachdem man zuerst die Mitbringsel im örtlichen Großmarkt sicherte ging es dann mal direktissimo zum Stadion CFR. Dieses liegt recht gut ausgeschildert im Nordosten der Stadt an einem der höchsten Punkte. Dort thront es als moderne Sportstätte inklusive Länderspiellizenz über dem Zentrum. Wir stellten das Auto in einer der Nebenstrassen ab, die Gegend wirkte recht sicher. Auch genügend Passantenverkehr war ja gegeben aufgrund des bald beginnenden Spieles. Die restliche Zeit wurde mittels eines kurzen Zentrumrundganges verbracht. Man konnte noch den einen oder anderen Eindruck der Stadt und seiner Einwohner mitnehmen, ehe es wieder zum Stadion ging. Auch den einen oder anderen Lei brachte man unters Volk, ehe man sich seine Plätze auf der Tribüne sicherte. Das Stadion besteht ja aus drei Tribünen welche in den letzten Jahren renoviert und ausgebaut wurden. Bis zu 23.000 finden hier jetzt Platz, obwohl sogar noch eine ganze Tribüne fehlt (aufgrund der Berg- und Hanglage im verbauten Wohngebiet). Cluj kann somit hier EC spielen, und eben auch hin und wieder Gastgeber für das Nationalteam sein, solange das Bukarester Nationalstadion umgebaut wird. Die Haupttribüne füllte sich auch recht gut, besitzt sie im Gegensatz zur Gegengerade ja ein Dach. Die Hintertortribüne ist ebenfalls teilweise überdacht. Alle Tribünen sind komplett mit Schalensitzen ausgestattet, auch VIP und Offiziellenbereiche reichlich vorhanden. Sportliche erwartete uns heute das Duell Erster gegen Letzter, eventuell kommender Meister gegen Fixabsteiger. Eine klare Sache also sollte man meinen. Alba Iulia liegt für rumänische Verhältnisse sogar fast in Derbydistanz. Nur 120 Kilometer trennen die beiden Städte in nordsüdlicher Richtung. Trotzdem reisten nur maximal 2 Autos voll Auswärtssupportfans an. Zu klar schien die Ausgangslage sein um mehr zu motivieren. Bei Cluj hingegen gibt es drei aufgeteilte Supportblöcke – 2 im Unterrang hinter Tor und einen im Oberrang. Diese machten Stimmung so gut es eben ging und wenn die Haupttribüne dazu auch noch mitmachte wurde es recht laut hier im Radulscu Stadion. Und das war dann besonders in der Nachspielzeit der Fall… Denn zuvor schien alles planmäßig zu laufen. 1:0 Pausenführung, danach das 2:0 – die Vorentscheidung dachte man. Aber die beherzt kämpfenden Gäste gaben nicht auf und erzielten das 2:1 und ein Eigentor der Cluj-Defensive stellte auf 2:2. Jetzt war jeder Ausgang möglich. Und erst in den letzten Sekunden wurde Alba gebrochen. Bucu erzielte seinen dritten Treffer in Minute 92 und erlöste die Klausenburger. So wird man Meister, mit solchen Knackpunkten und Siegen. Das spürte am Ende auch das ganze Stadion – denn dieses bebte danach recht ordentlich. Man lag sich in den Armen und feierte euphorisch wieder Boden auf Timisoara und Steaua gut gemacht zu haben, da sich diese im direkten Duell mittels 3:3 die Punkte gegenseitig wegnahmen. Mitleid musste man mit Unirea haben, sehr gut gekämpft aber mit leeren Händen um kurz vor Mitternacht am Boden zerstört. So ist Fußball. Wir legten eine letzte Besichtungsabschiedstour im Stadion ein und machten uns dann wieder auf zum Auto, denn nach dem Spiel ist ja bekanntlich vor dem Spiel. Den rumänischen Länderpunkt im Sack hieß es jetzt weiter machen, Schlafen schien im Zeitplan nicht wirklich auf, zumindest nicht in einem Bett…denn es ging weiter Richtung Ukraine um einen weiteren Länderpunkt am mittlerweile heutigen Tag (es war schon nach Mitternacht bei Abfahrt) klar zu machen.























































































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