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Lokomotive Leipzig - FC Carl Zeiss Jena  4:1 (1:0)

  am 09.08.2002, Bruno Plache Stadion, Deutschland, Oberliga Nordost Süd, 3.728 Zuschauer  


Zum 30. Geburtstag von Interrail wurde ein 12 Tages / 1 Zone Ticket angeboten, für mich eine günstige Gelegenheit für einen Trip zu unseren westlichen Nachbarn. Los gings wie schon öfters Freitag Früh vom Wiener Westbahnhof per EC nach München, schnell hab ich 2 andere Interrailerinnen kennengelernt mit denen die Fahrt bis München nie langweilig wurde. Interessante Menschen trifft man beim Zugfahren sowieso immer, wie z.B. einen mindestens 80-jährigen der in Linz in unser Abteil kam um zum jährlichen Klassentreffen in Wels fahren. Von München gings mit der wahrscheinlich langsamsten ICE Verbindung Deutschlands richtung Leipzig, da gehts die meiste Zeit mit nicht einmal 100 km/h über Berg und Tal, nette Gegend, aber vom ICE erwartet man dann schon mehr. Aber solang man rechtzeitig am Ziel ankommt solls mir recht sein. Nachmittags in Leipzig angekommen war das erste was ich hörte als ich aus dem Zug stieg "Hascht vielleicht etwasch Geld?", das war aber auch das einzig Negative an Leipzig. Bei meinem kurzen Stadtrundgang konnte ich feststellen daß die Stadt sehr sauber und freundlich ist. Besonders der riesige Bahnhof ist schon Mal eine Reise nach Leipzig wert. Dort versammelten sich nach meinem kurzen Stadtrundgang auch schon eine Menge VFB Fans. Gemeinsam gings in der überfüllten Straßenbahn (Sonderwägen wurden keine eingesetzt) zum Bruno Plache Stadion. Obwohl dort 10 Kassen geöffnet waren, dauerte es noch ca. 20 Minuten bis ich mein Ticket hatte. So kam ich auch erst ca. 5 Minuten nach dem Anpfiff ins Stadion. Auf der Gegengerade und im Gästeblock, wo sich ca. 400 Mann einfanden, wurde schon fleissig supportet. Zur meiner Verwunderung waren im Stadion kaum die VFB vereinsfarben Blau und Weiss zu sehen, Transparente und Fahnen waren in Anlehnung an die glorreicheren Zeiten des VFB als er noch LOK Leipzig hiess größtenteils in Gelb/Schwarz gehalten, so waren auch selten VFB Rufe zu hören. Als ich gerade am Abphotographieren des Stadions mit seiner echt kultigen Haupttribüne war fiel auch schon das erste Tor für Leipzig und ich war nicht nur leicht überrascht als Edi Fingers "Tor, Tor ... i werd narrisch" über die Stadionlautsprecher zu hören war. Mit 1:0 gings in die Pause und was sich während der Pause abspielte kann nur der Kategorie "Bin ich im falschen Film?" zugeordnet werden. Es wurden jeweils von jedem Sektor, auch dem Auswärtssektor, ein Tor zum Spielfeld geöffnet und der Stadionsprecher lud zum "lustigen Pausengewinnspiel", bei dem es eine Kiste Bier zu gewinnen gab. Jeder der mitmachen wollte war herzlich eingeladen jetzt aufs Spielfeld zu kommen. So fanden sich auch ca. 200 Leipziger am Spielfeld ein. Aus dem Auswärtsblock wollte erst niemand kommen, erst als der Stadionsprecher die Fans aus Jena nochmal ausdrücklich einlud trauten sich so ca. 40 Mann aufs Spielfeld. Was sich jetzt abspielte hätten die Verantwortlichen des VFB Leipzig eigentlich vorhersehn und vermeiden müssen. Es kam mitten am Rasen zu Laufübungen mit Körperkontakt an deren etwa je 30 Mann beteiligt waren. Der Stadionsprecher, als Anstifter der ganzen Aktion, kommentierte das ganze Treiben nur mit "Ach du Scheisse" und "hört bitte auf", die Polizei machte dem ganzen dann recht schnell ein Ende und verfrachtete die Beteiligten wieder in ihre Sektoren und das "lustige Pausenspiel" fand sein schnelles Ende. Zur Halbzeit 2 begrüßte der Jena Block ihre Mannschaft mit übergroßen Buchstaben die JENA ergaben, auf Leipziger Seite gabs, so wie schon das ganze Spiel über, Fahnen. Es wurde auf beiden Seiten wieder kräftig supportet, am Feld hatte abermals Leipzig die Nase vorn und es gelang das 2:0. Jena konnte per Elfmeter noch das 1:2 erzielen, ab da liess die Mannschaft aus Leipzig ihren Gästen keine Chance mehr und es stand am Ende 4:1 für den VFB. Der Stadionsprecher war gegen Ende nicht mehr zu halten, dezent aber bestimmend forderte er immer wieder das Stadion auf die Lieder die in der Gegengerade angestimmt wurden mitzusingen, was auch recht gut gelang. Nach Spielende gings gleich wieder zurück zum Bahnhof wo noch rund 200 Leipziger unter dem wachsamen Auge der Polizei friedlich abfeierten. Dank des Aldis am Hauptbahnhof der bis 22:00 geöffnet ist, war auch genügend Bier dazu vorhanden. Für mich gings per CNL in Richtung Frankfurt um am nächsten Morgen zwei weitere TR + Gast zu treffen.







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