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Szombathelyi Haladás - Zalaegerszegi Te  1:2 (0:0)

  am 30.05.2009, Haladas Stadion Rohonci út, Ungarn, Nemzeti Bajnoksag I, 12.500 Zuschauer  


Nachdem im Land der Sonne Dauerregen angesagt war, schien ein gemütliches Treffen mit einigen trinkfreudigen Bekannten ins Wasser zu fallen. Also wurden die kühlen Biere bei unterklassigem Fußball erstmal verschoben. Kurz vor Mittag bekam ich zufälligerweise das Angebot für eine kostenlose Mitfahrt nach Szombathely. Der dortige Erstligaground wurde zwar bereits vor kurzem mit Andi und Rata bereist, aber trotzdem war ich schnell für diesen kurzen Abstecher nach Ungarn zu begeistern. Stand doch heute das Derby gegen das benachbarte Zalaegerszeg an. Das Spiel wurde bereits im Vorfeld als Spiel des Jahres bezeichnet. Auch sonst hörte man nur positive Prognosen vor diesem Aufeinandertreffen des Dritten gegen den Vierten der NB I, denn alle rechneten mit einem ausverkauften Haus in Zalaegerszeg.
Unsereins traf dann etwa eine Stunde vor dem Spiel an der Rohonci út ein, wo schon reges Treiben herrschte. Man konnte durchaus spüren, dass es sich an diesem Tag nicht um ein „normales“ Spiel handelte. Wir checkten erstmal, ob uns ein Kartenkauf erspart bleibt. Ein Bekannter meines Schwiegervaters versprach zumindest, uns Karten zu hinterlegen. Allerdings war aber niemand in den Tickethäuschen der deutschen Sprache mächtig, was unser Vorhaben erstmal zu Nichte machte. Ich wurde trotzdem auf einen noblen Sitzplatz der Haupttribüne eingeladen. Mit knapp zehn Euro war aber auch das im erschwinglichen Bereich.
Das Stadion war mir natürlich noch bestens bekannt und dieser „Oldstyle Ground“ weiß noch immer zu gefallen. Wir begaben uns diesmal auf die „moderne“, überdachte Hauptribüne, auf welcher heute zwei der Sitzschalen für 90 Minuten uns gehörten. In den Fansektoren wurde bereits während dem Aufwärmen mit diversen Schmähgesängen für den Gegner mächtig Gas gegeben. Auf Seiten von Haladás wurde auch noch ein Spruchband präsentiert. Beim Einlaufen der Mannschaften ließen es die Fans von Hali mächtig rauchen. Gefolgt von einer netten Wurfrollenchoreographie ergab dies ein durchaus schönes Bild. Die Blau-Weißen aus Zalaegerszeg wussten ebenfalls mit einer Choreo zu gefallen. Hinter einem blauen Banner gab es Plastikfahnen in den Klubfarben und in den ungarischen Landesfarben.
Das Spiel selbst war von Beginn an ziemlich kampfbetont. Mein Blick schweifte aber immer wieder gerne auf die Tribünen, während sich mein Mitreisender eher der Analyse des Spiels hingab, wie es sich eben für einen Fußballtrainer gehört. Enttäuscht wurde an diesem Tag aber keiner von uns beiden. Zwar störten zahlreiche Fouls den Spielfluss deutlich, aber dennoch gab es auf beiden Seiten einige gefährliche Aktionen. Tore blieben in Hälfte eins allerdings aus.
Zum Wiederanpfiff wurde auf beiden Seiten massig Pyro abgebrannt. Generell brannte es am heutigen Tag an allen Ecken und Enden, sodass Liebhaber von Pyrotechnik voll auf ihre Kosten kamen. Im Laufe der zweiten Halbzeit gelang den heimischen Eisenbahnern dann die verdiente Führung. Szombathely beschränkte sich aber dennoch nicht aufs verteidigen und spielte weiterhin aggressiv nach vorne. Dadurch eröffneten sich aber auch weiterhin Räume für ZTE. In der 90. Minute schaffte Zalaegerszeg durch starke Mithilfe des Torwarts den Ausgleich. Fassungslosigkeit beim Publikum. Auf der einen Seite regelrechter Schockzustand. Bei den Gästen Ekstase pur. Drei Minuten später der endgültige Todesstoss für Haládas. 2-1 für die Gäste. Der Auswärtssektor am Kochen. Die ersten Zaunteile wurden niedergerissen, weshalb die Robocops ihr Aufgebot noch einmal verstärkten. Auch unter den durchgehend gut gebauten Ordnern gab es nun reges Treiben zu beobachten.
Nichtsdestotrotz feierten nach Schlusspfiff alle im Stadion ihr jeweiliges Team. Die Blau-weißen ihren Derbysieg die Grün-weißen ihre grandiose Saison. Mit dem dritten Platz und der damit verbundenen Europacup-Qualifikation kann man in Szombathely durchaus zufrieden sein. Der Klub feierte dies auch noch mit einem kleinen Feuerwerk und einer „Siegerehrung“ auf dem Platz.
Nach diesen Feierlichkeiten bildete sich am Eck zum Auswärtssektor bereits ein ziemlich ansehnlicher Mob, an welchem sich angeblich auch der ein oder andere Polizeihund austoben durfte.
Alles in allem war es dies sicher eines der besten Spiele, die man in dieser Saison in Ungarn sehen konnte.
























































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