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Holstein Kiel - 1. FC Magdeburg  1:1 (0:0)

  am 21.02.2009, Holstein Stadion, Deutschland, Regionalliga Nord, 8.250 Zuschauer  


Ziemlich früh startete man dann die relativ kurze Anreise nach Kiel. Dies um auf alle möglichen Wintereventualitäten vorbereitet zu sein, die uns diese Kälteperiode heuer beschert und uns auch bereits einiges beschert hat. In vielen Ligen Mitteleuropas hagelte es seit Wochen schon Absagen ohne Ende. Bedanken kann man sich beim Klub Holstein Kiel und seinen Helfern, dass es hier und heute überhaupt dieses Spitzenspiel geben konnte. Alle Holsteiner kneiften einfach so viel wies ging die Arschbacken zusammen und ermöglichten mit tollen Einsatz einen regulär bespielbaren Platz. Während in Liga 3 von 10 Spielen 7 abgesagt wurden (in den Regionalligen noch mehr), war der Platz bereits donnerstags bei der Kommissionierung spieltauglich. Bravo an die Verantwortlichen wenn man bedenkt, dass es in Österreich einige Profiklubs nicht schaffen ihre Erstligastadien spielreif zu machen wenn der Winter mal länger vorbeischaut. Somit lohnte sich die weitere Anreise aus Wien für dieses Viertligaspiel trotz der widrigen Vorzeichen. Denn das Spiel war ja immerhin das Spitzenduell Erster (Kiel) gegen Zweiter (Magdeburg) um den Drittligaaufstieg, denn nur der Meister hat am Ende was zu Lachen in der Regionalliga. Und daher bewegte dieses Spiel natürlich die Massen. Der sonst eher bescheidene Zuschauerschnitt der Störche wird heute einen festen Ausreißer nach oben erleben. Das Publikum war heiß auf dieses Duell um den Platz an der Spitze. Und besonders heiß natürlich auch wieder der treue Anhang des FCM. Bereits Tage vor Anpfiff, als noch gar nicht klar war ob überhaupt gespielt werden kann war der Gästeblock der Blauweissen komplett ausverkauft (2500 Karten). Weitere Magdeburger Awayfans mussten auf andere Tribünen ausweichen und taten dies auch. Letztendlich konnte man von gut und gerne 3000 Magdeburgern heute in Kiel sprechen. Also mehr als ein Drittel des Zuschauerzuspruches wenn man so will. Ich selbst war schon ca. 3 Stunden vor Anpfiff vor Ort um stressfrei die reservierte Karte abzuholen und das noch gesperrte Stadion jungfräulich leer abzufotografieren. Vereinzelt trafen von allen Seiten schon die Individualreisenden der Magdeburger am Gelände ein. Ich begab mich dann zurück in die Stadt um eine kleine Runde am Hafen zu drehen und dann die Ankunft des Sonderzuges aus Sachsen Anhalt vor Ort zu beobachten. Lautstark aber friedlich kündigte ein gute dreistellige Zahl Zugfahrer die Ankunft der Gäste am Hauptbahnhof Kiel an. Polizei sowieso wieder an allen Ecken und Enden in Massen vor Ort um die Fans in ihre Bahnen zu lenken. Somit trafen nach und nach alle 8.250 Zuschauer am und im Holsteinstadion ein. Eine würdige Kulisse für dieses Spiel, wenn auch doch nicht ganz ausverkauft. Aber freie Ecken waren eigentlich nicht wirklich wo zu bemerken. Das Kieler Storchmaskottchen zog seine Runde und machte auch erstaunlicherweise bei der Ballbehandlung die beste Figur aller mir bisher untergekommenen Stofftiere der Vereine. Und als dann alle ihre Plätze mehr oder weniger eingenommen hatten konnte es endlich losgehen. Dem Winter zu Trotz sollte um 13:31 dann die Kugel rollen. Nicht unerwähnt sollen aber die durchgeführten Choreographien bleiben. Der Kieler Block präsentierte Plastikschals in den Klubfarben Blau-Weiss-Rot und ein „Aufstieg“ Spruchband dahinter. Manko, diese wurde nur von ca. einem Drittel der Tribüne durchgeführt. Anders die aufwändigere Gästechoreo. Die durch einen Stichgang zweigeteilte Kurve wurde komplett in die Farben Blau und Weiß gefärbt. Jeweils in jeder Hälfte erschienen dazu vorne und hinten 4 Spruchbänder: „An die Spitze – darf bloss einer – und sonst – keiner“, so das Magdeburger Motto des heutigen Spieles. Würdiger Start der Fanblocks und auch insgesamt ein sehr würdiger Rahmen trotz des winterlichen Umfeldes. Das Spiel selbst war gut und schnell, aber offensiv zu Beginn mal eher unspektakulär. Die Teams waren erstmal auf Sicherheit bedacht und neutralisierten sich großteils. Kämpferisch gab es aber nichts auszusetzen. Alle 22 wollten so weit es der Boden zuließ guten Fußball bieten, wobei bis auf wenige Ausnahmen in Hälfte eins eher die Taktik die Nase vorn hatte. Kiels „Startrainer“ Falko Götz trieb seine Jungs von der Outlinie aus an und auch Kollege Linz stand dem um nichts nach, was die Emotionen an der Seite betraf. Hauptaufreger in Halbzeit eins aber mehr, als einmal eine handvoll Bengalen vom Gästeblock in den Innenraum entsorgt wurden. Und es je einmal auf jeder Fanseite kurzen Rauchalarm gab. Supporttechnisch die Gäste aus Magdeburg die meiste Zeit voran, die ihre Masse einfach besser zum Mitsingen animieren konnte. Wechselgesänge der geteilten Kurve inklusive. Wobei auch Kiel gute sogar dreiteilige Wechselgesänge dreier Tribünen gut drauf hatte. In Hälfte 2 wurde das Spitzenduell dann ab Minute 70 wirklich zum Spitzenspiel. Beide Teams versuchten endlich zum Torerfolg zu kommen und die Chancen auf beiden Seiten häuften sich. Und 5 Minuten später war es dann soweit. Nach einer Ecke köpfte ein Magdeburger Stürmer die Kugel ins rechte Kreuzeck. Der Block der Blauen jetzt natürlich am Ausflippen. Es folgte eine 10 minütige Party ala FCM. Lautstark und enthusiastisch, einfach Magdeburg. Warum aber nur 10 Minuten? Ganz einfach, 5 Minuten vor dem Ende glich Kiel zum 1:1 aus und rettete die Tabellenführung. Es folgten jetzt auch einige Minuten Holstein Power von den Tribünen eben dem Spielverlauf entsprechend. Zwei weitere Chancen der Heimischen blieben ungenutzt. Und dann ging’s noch mal hin und her. In der Nachspielzeit vergaben wiederum die FCM Stürmer noch 2 Topchancen zum Sieg. Damit blieb es beim Unentschieden und beide Mannschaften weiter voll im Titelrennen, wobei Magdeburg weitere direkte Gegner in den nächsten beiden Runden zu bekämpfen hat (Babelsberg und vor allem Halle in 2 Wochen). Alles offen in der Regionalliga Nord. Kiel hat ein Spitzenspiel gesehen für das sich die Anreise gelohnt hat. Über Hamburg machte ich mich wieder auf den Heimweg und die Schlachtgesänge einiger Magdeburger waren sogar noch am Hamburger Hauptbahnhof lautstark zu hören…







































































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