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SSV Jahn Regensburg - 1. FC Union Berlin  0:2 (0:1)

  am 21.11.2008, Jahn Stadion, Deutschland, 3. Liga, 2.200 Zuschauer  


Eine kleine Drittligatour durch Süddeutschland stand für Freitag und Samstag am Winterprogramm dieses Novemberwochenendes. Winterprogramm deshalb weil für dieses WE ein massiver Wintereinbruch laut Meteorologen ins Land Einzug halten sollte. Daher auch der relativ frühe Abfahrzeitpunkt von 12:00 mittags aus Wien um die gut 400 Kilometer nach Regensburg noch bei Tageslicht runterspulen zu können. Dies gelang auch mehr oder weniger gut, obwohl bereits jetzt Dauerregen bis kurz vor Regensburg die Sicht durch die Windschutzscheibe trübte. Kurz vor 16:00 checkte man dann im preiswerten Etap an der Ausfahrt Re-Ost ein um sich nach Abladen des Gepäcks sogleich auf Richtung Prüfeninger Strasse zu machen. Dies war mit dem Auto dann nur mehr ein kleiner Katzensprung. Auch war es somit problemlos 3 Stunden vor Anpfiff einen Parkplatz direkt am Stadion zu bekommen. Dies ist sonst ja nur mehr schwer möglich, da der Ground ja mitten im Wohngebiet im westlichen Regensburg zu finden ist. Zur Not halt einfach ein Parkhaus ansteuern. Sowohl einige Unioner, als auch immer mehr Polizei fand sich jetzt nach und nach in Stadionnähe ein um dem ganzen hier langsam ein Gesicht zu geben. Die umliegenden Tankstellen wurden wie für eine anstehende Naturkatastrophe abgesichert und die Exekutive bezog an jeder Ecke Stellung um überall ihre wachsamen Augen hinrichten zu können. Wie immer ein völlig überzogener Aufwand für ein, und im Besonderen, dieses Drittligaspiel. Krawall war an keiner Ecke auszumachen bzw. auch niemals zu befürchten. Kurz nach Kassenöffnung besorgte man sich in Ruhe eine Eintrittskarte und zog sogleich Richtung Jahn-Gaststätte welche im Unterbau der Haupttribüne beheimatet ist. Dort wurde im geheizten Gastraum alles was das hungrige und durstige Herz begehrt zu vernünftigen Preisen kredenzt, wodurch die Zeit bis zum Anpfiff im (Schnee-)sturm verging (es hatte mittlerweile kräftig zu schneien begonnen). Auch mit einigen Berlinern kam man gut ins Gespräch die auch keine leichte Anreise hier nach Bayern hatten. Soweit, so gut. Ich bezog zum Einlauf der Teams eine gute Fotoposition um das Intro der Ultras Regensburg festzuhalten. Einige Schwenkfahnen und Doppelhalter kamen zum Einsatz im Mittelblock der Gegengerade. Dem Standplatz der UR unter dem alten Uhrturm. In der Gästekurve wurde nichts Spezielles geboten, war aber mit ca. 300 Mitgereisten recht passabel gefüllt für so ein Freitagsauswärtsspiel. Danach ging der Kick los vor insgesamt 2.200 Zahlenden Zusehern. Regensburg erwischte am tiefen schneedurchweichten Geläuf des Jahnstadions den besseren Start und holte zwei Chancen und in Minute 15 einen Elfmeter raus. Dieser wurde aber kläglich über die Querlatte in den RE-Winterhimmel gejagt. Dies brachte jetzt Union auf den Plan mehr Gas zu geben, was im 1:0 Führungstreffer in Minute 28 gipfelte. Danach wurde es aber erst so richtig kurios. Nach einer verunglückten Handabwehr im Strafraum gab es einen zweiten Elfer für Jahn. Diesmal traf der Schütze zwar aufs Tor, nur so unpräzise das der Unionkeeper keine Probleme hatte auch diesen Ball zu entschärfen. Die Gästekurve feierte wie nach einem Torerfolg am und hinter dem Zaun. Und nur 5 Minuten später sollte das lustige „Elfmeterschiessen“ weitergehen. Nur diesmal gab es einen Strafstoß für die Eisernen, ebenfalls nach einer ungeschickten Handaktion im Sechzehner. Und es kam wie es kommen musste, der Schütze lief an …. Und versemmelte den Elfer natürlich. Mitten aufs Gehäuse, der Torwart musste nur einfach stehen bleiben und „Danke“ sagen. Eine Halbzeit - Drei Elfer, alle vergeigt – kommt auch nicht alle Tage vor. Mit diesen Ereignissen ging’s zum „Pausentee“ , bei dieser klirrend kalten Abendwitterung bitter notwendig. Zu Beginn der 2. Halbzeit präsentierten die heimischen Ultras Spruchbänder und sangen weiter ihr Team nach vorne. Gesanglich ein guter Auftritt. Fast durchgehend inklusive Bewegung, gut gemacht. Union meldete sich immer wieder mal ab und an zu Wort, dann aber lautstark aus 300 Kehlen. Kam auch gut rüber. Das Spiel verflachte langsam im Morast des Platzes und passte sich den Temperaturen an. Erst kurz vor Schluss als Jahn auf das System „Brechstange“ umschaltete ging es flott hin und her. Was darin gipfelte, dass Union einen Konter zum 0:2 in Minute 87 in die Maschen setzte. Damit war der Hauptstadtdreier perfekt. Union blieb an der Spitze dran und Regensburg konnte den Abstiegsplatz nicht verlassen. Fluchtartig jedenfalls verließen die Zuseher den Eiskasten Jahnstadion um den Abend je nach Interesse ausklingen zu lassen. Ich fuhr zurück in mein Hotel und erholte mich für den nächsten Tag, welcher über Nacht eine gehörige Portion Neuschnee brachte …



























































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