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1. SC Znojmo - FC Vysocina Jihlava B  3:0 (0:0)

  am 09.11.2008, Stadion Husovych sadech , Tschechien, 3. Liga, 300 Zuschauer  


Da man Samstag noch ein wenig den Kantersieg über Altach gefeiert hatte, fiel das Aufstehen am Sonntag um 06:00 Uhr zwar schwer, aber dennoch schafften es Xindl Kupfa und ich den Zug gen Norden knapp vor sieben zu erreichen. Nachdem man Znaim schon bei so mancher Tour nach Tschechien mit dem Auto durchquert hatte, sollte die grenznahe Stadt diesmal endlich auch groundtechnisch „fallen“. Dank Euregio-Ticket war man zwölf Euro für Hin- und Rückfahrt dabei und mit Bier und Gratiszeitung verging die erste Stunde wie im Flug. Beim durch eine Baustelle bedingten Zwangsumstieg in den Schienenersatzbus in Satov merkten wir dann, dass wir die einzigen Fahrgäste im Zug waren. So gings mit Schaffner und Buschauffeur die letzten 10 Kilometer nach Znojmo. Zum ersten Spiel des Tages und dem eigentlichen Grund für die frühe Tagwache gings dann rund zwei Kilometer weit zu Fuß der Hauptstraße entlang. Hier ist man auf eine besondere Art von Tourismus spezialisiert: Unzählige kleine Wettbüros und Spielsalons werben mit bunter Schrift und LED-Anzeigen, die über den derzeitigen Jackpot der einarmigen Banditen Auskunft geben. Dazwischen gibt’s alle hundert Meter einen „Massagesalon“, eine „Bar“ oder ein „Appartement“, das mit den neusten Mädchen aus der Ukraine oder sonst woher wirbt. „Sex sells“ ist also offenbar Programm – dazwischen gibt’s dann für die potentiellen Kunden noch die Möglichkeit zu tanken oder aus einem großen Supermarkt auch der Liebsten zu Hause etwas mitzubringen.
Direkt unter einem Werbeschild fürs nächste Puff fand man dann die gesuchte Anlage. Eine kleine aber relativ schmucke, mit neuen Schalensitzen ausgestattete Tribüne mit gepflegtem Rasen und leicht baufälligem Klubhaus. Eine knappe Stunde vor Anpfiff waren dann auch schon rund zehn junge Herren mit Sporttaschen da, die uns zwar misstrauisch beäugten, aber uns auf den programmgemäßen Anpfiff der Partie hoffen ließen. Schließlich sollte hier um 10:15 Uhr das Spiel der neunten Liga zwischen FK Inzert Expres Znojmo B und Sokol Primetice steigen. Leider ließen sich bei 10:30 Uhr nur zwei weitere Zuschauer, nicht aber Schiedsrichter oder gar die Gegner aus dem Nachbarort blicken, sodass wir nach Nachfrage per Handzeichen schließlich auch einsehen mussten, dass hier heute nicht gespielt werden sollte. Man war also nicht nur in der Finsternis aufgestanden und hatte hier mehr als eine Stunde im Nieselregen ausgeharrt, man hatte jetzt auch noch viel zu viel Zeit bis zum Nachmittagsmatch – und die Bordelle hatten auch noch zu *gg*. Wir ließen uns aber nicht entmutigen und verbrachten die Zeit bis 14:00 Uhr mit dem Besuch eines Supermarktes, einem hervorragenden Mittagessen für wenig Geld und einem kurzen Spaziergang durch die kleine aber nicht unhübsche Altstadt. Unweit des Zentrums liegt dann auch schon das eigentliche Stadion der Stadt.
Um 30 Kronen gewährte man uns Einlass ins städtische Stadion am oberen Ende Znaims und da die Kassendame scheinbar mathematisch nicht recht sattelfest ist, bekamen wir für diese umgerechnet rund Euro 1,20.- zwei Eintrittskarten, zwei Programmhefte und zwei große Bier *gg*. Das Stadion ist für die „Mährische Liga“ eigentlich recht gut. Eine durchaus mächtige, überdachte Haupttribüne, auf der ob der neuen, bequemen Bestuhlung Rauchverbot herrscht und ringsum zumindest zu zwei Dritteln hohe Steinstiegen. Leider ist das Oval zur „hässlichen“ Seite der Stadt hin geöffnet und auch die alte Sporthalle am Kopfende ist optisch nicht gerade ein Gewinn. Immerhin finden hier etwa 5.000 Besucher Platz, mehr als 300 waren es an diesem Sonntag aber nicht. Für die zweite Mannschaft aus Iglau hatte sich niemand die einstündige Anreise angetan, die Heimischen konnten zumindest einen zehnköpfigen jugendlichen Fanklub aufbieten, der aber außer durch nerviges, unrhytmisches Getrommel und einem lieblosen Fetzen auch nicht auffiel. Das Match passte sich dem trüben und nasskalten Wetter an und so gabs zur Pause ein auch in dieser Höhe verdientes 0:0. Man hatte es sich mit dem Gratisbier, das man für die Eintrittskarte „retour“ bekam längst am Sitzplatz gemütlich gemacht, aber auch der Kick in Halbzeit zwei konnte uns nicht erwärmen. Als wir bereits mit einem torlosen unentschieden rechneten, überlegten es sich die Jungs aus Znojmo doch noch anders und stolperten den Ball zum eins zu null in die Maschen. Ebenfalls in der letzten Viertelstunde legte man noch zwei Treffer nach, den letzten davon sogar in hervorragender Manier mittels Freistoß ins Kreuzeck. Wohlwollender Applaus von den Rängen war das Ergebnis – mehr eigentlich nicht. Der Sieg des 1. SCZ war letztendlich nicht unverdient, fiel aber zu hoch aus. Für uns gabs noch eine kleine Runde durch die Stadt und nach dem Kauf einiger Tabakwaren hieß es noch eine Stunde Zeit totschlagen, ehe es mittels Bus und Zug wieder retour nach Wien ging, wo man gegen 18:30 eintraf. Ein, trotz der Absage am Vormittag, kurzweiliger Sonntag, nach dem man nun „beruhigt“ wieder Znaim durchqueren kann, ohne anzuhalten – es sei den für den Ground vom Vormittag ….








































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