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FC København - Aalborg BK  4:0 (1:0)

  am 12.05.2008, Parken, Dänemark, Superliga, 25.889 Zuschauer  


Es war also angerichtet: Dritter gegen Erster im größten und wohl auch schönsten Stadion des Landes. Dass dieses Match ausverkauft war, versteht sich von selbst. Ich nahm meinen Platz am Oberrang der Gegengerade ein, um vorerst einmal die Hütte zu inspizieren. Natürlich springt einem sofort ins Auge, dass eine Hintertortribüne fehlt. Das Stadion wird gerade renoviert und jetzt fehlt eben noch eine Tribüne. Nach Fertigstellung sollen hier statt derzeit 26.000 über 42.000 Besucher Platz finden. Nach englischem Vorbild steht jede der vier Tribünen für sich allein, verfügt über zwei Ränge und ist natürlich vollständig überdacht. Man versucht den Spagat aus kommerzieller Verwertung (Einkaufszentrum, Konferenzräume, Skyboxen, …) und traditionellem Fußballstadion zu schaffen. Dies gelingt zumindest bisher, indem man „Stimmungsblöcke“ mit allen Formen der aktiven Fankultur bis auf Pyrotechnik zulässt. Man muss aber wohl die nächsten Jahre abwarten, ob man sich nicht auch hier ein Beispiel an den britischen Inseln nimmt und statt aktiven Fans eher die zahlungskräftige Schlipsträgerfraktion fördert. Natürlich gibt’s von jedem Platz aus hervorragende Sicht, wegen der fehlenden Seitenwand ist es aber leider ziemlich zugig. Die Hauptgruppierungen der Heimmannschaft sind am Unterrang der Gegengerade postiert. Dort sorgen die namhaften Gruppen wie der FCKFC, die Rude Lions und die Cooligans für Stimmung. Dazu hat sich in den letzten Jahren ein zweiter Heimblock hinter dem Tor formiert, wo vor allem die jüngeren aktiven Fans ihre Heimat gefunden haben. Dort treten mehrere Gruppen unter dem gemeinsamen Namen „Sektion 12“ auf. Die Gästefans, bei diesem Spiel mehrere Tausend an der Zahl, sind am Oberrang der Haupttribüne untergebracht. Mit einem Sieg in der Hauptstadt hätte man vorzeitig den Meistertitel fixieren können – das mobilisiert natürlich die Massen. Zu Beginn gabs von Seiten der Roten aus Aalborg Doppelhalter, Schwenkfahnen, Kassenrollen und etwas roten Rauch. Die Fans des FCK antworteten mit einer schönen Choreographie in weiß: der gesamte Unterrang wurde mit Plastiküberziehleibchen mit dem Vereinwappen ausgestattet. Dazu gabs eine große Überrollfahne in der Mitte und zwei große Überroller vom Oberrang. Das gelungene Bild wurde von der Hintertorfraktion mit einer DH Parade und Fahnen komplettiert. Zu Beginn waren beide Gruppen stimmlich ebenbürtig, mit Fortdauer des Spiels und der Kopenhagener Führung setzten sich die Heimfans in dieser Kategorie immer mehr durch. Auf dem Feld war ähnliches zu beobachten: Bis zum 1:0 war das Match offen, kippte aber danach und in Halbzeit zwei spielte fast nur mehr der FCK. Von Seiten der Weißen gabs immer wieder Klatscheinlagen, allerdings ist es erschreckend, wie das Publikum handelt, wenn jemand Pyrotechnik zündet. Der ganze Block beginnt hysterisch „Hooligan“ zu brüllen und deutet denunzierend auf den vermeintlichen „Bösewicht“. Scharen von Ordnern rücken aus und wenn man des Zündlers habhaft wird, wird dieser abgeführt. Diese Szenen erinnerten an Aue. Auf „meiner“ Tribüne konnte ich mich frei bewegen und das nützte ich auch zum mehrmaligen Perspektivenwechsel. Auf die überteuerte Kantine wurde aber verzichtet. Kopenhagen siegte letztendlich mit 4:0, womit der Meistertitel des BK Aalborg noch um eine Woche aufgeschoben wurde aber letztendlich nicht mehr verhindert werden konnte. Für uns gings noch ins Zentrum, wo man bewaffnet mit ein paar halbwegs leistbaren Kioskbieren das kulturtouristische Pflichtprogramm erledigte. Nachdem man dem wohl langsamsten MD der Welt noch einen Besuch abgestattet hatte, waren wir gegen Mitternacht zurück in der Herberge.
Am Folgemorgen hieß es nach der Morgentoilette rund 150 Kilometer abzuspulen, bis man die gebuchte Fähre nach Travemünde besteigen konnte. Die Überfahrt war ob des Seegangs und der billigen Biere recht kurzweilig und nach weiteren guten 100 Kilometern war man in Hamburg angekommen. Ein Parkplatz in der Nähe des Stadions Hoheluft wurde im gleichnamigen Stadtteil schnell gefunden und nach dem Kiosktest in Deutschland stand das letzte Match der Tour am Programm.
























































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