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Malmö FF - GAIS Göteborg  1:1 (0:0)

  am 08.05.2008, Malmö Stadion, Schweden, Allsvenskan, 13.337 Zuschauer  


Ein halbe Stunde Fußmarsch zum Stadion und ein paar halbherzige Eingangskontrollen später war man drin im Malmö Stadion, das 27.500 Zuschauern Platz bietet und an jenem Tag halbvoll war.
Die beiden Längstribünen verfügen über den „typisch skandinavischen Bogen“ und sind überdacht, wobei die Haupttribüne ausnahmslos Sitzschalen bietet, während die Gegengerade nur am Oberrang Sitzplätze, am Unterrang jedoch Stehplätze hat. Hinter beiden Toren sind geile alte und ausladende Stehplatzsektoren mit vielen stählernen Wellenbrechern. In einem dieser Blocks waren die cirka 50 Grünweißen vom kleineren Göteborger Klub GAIS untergebracht. Gegenüber machten wir es uns gemütlich, um eine ideale Fotoposition für den Heimblock zu haben, welcher sich hauptsächlich am Unterrang der Gegengeraden befindet. Insgesamt ein gelungenes Bauwerk und man fragt sich, warum man dieses individuelle Stadion gegen die „08/15 Arena“ von Nebenan eintauschen will.
Zu Beginn gab es eine Choreo in weiß, bestehend aus Zetteln auf beiden Rängen der Gegengerade und einem Spruchband über die ganze Länge, das sich offensichtlich gegen Repressalien und für eine aktive Fankultur aussprach. Zudem hissten die „Supras Malmö“ ihr Zauntuch verkehrt herum. Auch in Schweden setzt man sich, wie in anderen nordischen Ländern mit der Einführung eines Fanpasses (Registrierung der Auswärtsfans, beschränkter Zugang, …) auseinander. Die Gäste präsentierten ein Dutzend Doppelhalter und ebenfalls ein Spruchband. Während des Spiels hörte und sah man eigentlich nur mehr Malmö. Fahnen, Doppelhalter und immer wieder „gute Hände“ sorgten gemeinsam mit abwechslungsreichem Liedgut für beinahe durchgehenden Support.
Leider konnte das Spiel da nicht mithalten. Phasenweise wars echt schlimm, was die 22 da unten herumgurkten. So vertrieb man sich die Zeit bis zur Pause mit Geplauder, Leichtbier um gute vier Euro und dem Beobachten der Heimkurve. Außerdem ärgerten wir die Einheimischen ein ums andere damit, dass wir gegen das Rauchverbot im Stadion verstießen. Unmittelbar nach Anstoß der zweiten Halb ging GAIS in Führung. Am Unvermögen der Akteure änderte dies aber nicht und trotz Feldüberlegenheit von Malmö kam kaum Brauchbares raus. Es passte zum Spiel, dass MFF in der Nachspielzeit doch noch irgendwie den Ball reinstolperte – dem Vernehmen nach wars sogar ein Eigentor.
Nach diesem Gruselkick gönnte man sich noch ein wenig Kultur am Weg zum Bahnhof und nach dem einen oder anderen Gerstensaft am Weg fanden wir schließlich gegen Mitternacht ins Studentenheim bzw. in den „Zug“.
Die folgenden beiden Tage gabs fußballerisch die „geplante Magerkost“. Typisches Unterklassenhopping stand an. Man möge mir verzeihen, dass ich diesen Spielen immer nur einige wenige Zeilen widme, wenngleich die Puristen in der geneigten Leserschaft gerade das am spannendsten finden würden.  Auch diverse Abendgestaltungen werde ich unerwähnt lassen oder nur am Rand ansprechen. Nur so viel: Wenn man, wie wir (Küche, Grillplatz, Kühlschrank, …) die Möglich zur Selbstversorgung hat, dann kann man es sich auch in Schweden einiger Maßen günstig recht gut gehen lassen. Unser Biervorrat half natürlich beim Sparen, aber wer sich mit 3,5 Volumsprozent zufrieden gibt und im Supermarkt einkauft, findet auch hier mit geringem Budget sein Auslangen. Natürlich kann man auch ohne Probleme 50 Euro in ein zweigängiges Abendessen investieren, im Pub das Bier um sieben Euro schlucken oder im konzessionierten Alkoholshop einen Liter warmen Tetrapackwein um sieben Euro erwerben – aber: wer will das schon?
Also, weiter im Text: Feitags stand erst Kultur am Programm. Man spazierte durch die Burganlage von Helsingborg und auch das Stadion der Stadt. Dass im Zuge dessen diverse Schandflecken unserer „Freunde aus Favoriten“ beseitigt bzw. passend überklebt wurden, versteht sich von selbst. Nachdem man das Debakelstadion von Landskrona (Färöer!) „gespottet“ hatte gings noch an die Küste nach Bjärred und raus auf den berühmten 500 Meter langen Steg. Am Abend dann ein Match in derselben Ortschaft:































































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