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FC Carl Zeiss Jena - Alemannia Aachen  2:3 (1:1)

  am 04.02.2008, Ernst Abbe Sportfeld, Deutschland, 2. Bundesliga, 6.518 Zuschauer  


Vier Dingen sind in Jena allgegenwärtig: Carl Zeiss, Ernst Abbe, der FCC und der Hass auf den roten Rivalen aus Erfurt. Und obwohl der Techniker Carl Zeiss und der Physiker und Professor Ernst Abbe gar nicht in Jena geboren wurden, so sind trotzdem diese beiden Namen quasi untrennbar mit dem Fußballklub der Stadt Jena verbunden. Gegründet wurde der FCC als Werksklub der Carl Zeiss Werke in Jena. Erst später war dieser Klub dann auch der Allgemeinheit zugänglich. Den Namen, des für den Wirtschaftsstandort Jena so wichtigen Gründervaters der Jenaer Zeisswerke, trägt der Fußballklub bis heute stolz im Namen des Vereins (auch wenn es im Laufe der Geschichte natürlich die eine oder andere Umbenennung natürlich gegeben hatte). Um auch den zweiten wichtigen Stadtvater Ernst Abbe „sportlich“ entsprechend zu würdigen, wurde wiederum das Sportforum der Stadt inklusive Fussballstadion nach dem Universitätslektor benannt, dessen Name aber auch in der Stadt genauso allgegenwärtig ist wie jener des Herrn Zeiss. Als fand man sich ein am 4.2. zum Montagsspiel der 2. deutschen Bundesliga in Jena um auch diesen Ground zu begutachten und zu erledigen. Mit der Strassenbahn waren es nur zwei Stationen vom ICE Bahnhof zum Sportfeld. Das Gelände offen, zugänglich und gerade in den Vorbereitungen zum Abendspiel. Also stand einer ausführlichen Fotorunde sogleich nix im Wege. Eine mächtige moderne Haupttribüne erstreckt sich an einer Längsseite. Die Gegengerade wiederum stellt sich im Moment als eine Art Flickwerk zwischen Bestand und Stahlrohrzusatztribüne dar. Beiden Längstribünen sind jedenfalls mit Schalensitzen der Plastikgeneration bestückt. An den Kurven hingegen wurde schon lange nichts mehr gemacht. Diese schmiegen sich im klassischen Betonstufendesign getrennt durch einen Gitterzaun entlang der weitläufigen Laufbahn hinter den Toren entlang. Außerdem sind diese recht flach gebaut auch im Vergleich zur Zaunhöhe. Sprich wer dort nicht ganz oben steht hat eher eingeschränkte Sicht, sowohl durch Distanz als auch durch den Zaun. Danach wurde noch das Fanprojektsgebäude der Fanclubs begutachtet und auch einige schöne Graffitis gesichtet. Es folgte ein unspektakulärer Stadtrundgang im ziemlichen Misch-Masch Baustil. Schöne und gut erhaltene Gebäude wechselten sich mit grauen Beton- und Einkaufszentrumsneubauten ab. Neben einer sehr gut erhaltenen Ecke der Altstadt stand auch sogleich der nächste neue Konsumtempel. Klar abgegrenzte Bereiche gibt es hier nicht. Zuletzt folgte noch eine kurze Stärkung und dann ging es wieder ab Richtung Sportfeld. Ein Zuschauerknaller war das heute leider nicht gerade. Bei doch unangenehmer Eiseskälte fanden gerade mal 6.500 Zuseher den Weg an diesem Rosenmontag den Weg heute zum Montagsspiel. Dafür waren die die da waren umso leidenschaftlicher. Auch die Anzahl der Aachener fand ich für diesen doch extrem unangenehmen Termin respektabel. Die Südkurve der Heimischen war aber um einiges besser gefüllt, sprich fast voll. Die teurere Haupttribüne hatte auch sehr guten Zuspruch, dafür präsentierte sich die Gegengerade als ziemlich leer. In der zweiten Hälfte war aufgrund des zugigen Windes auch mir klar warum… Witzig auch das hier im Sportfeld die Kurven der Heim- und Gästefans genau nebeneinander befinden, getrennt durch gerade Mal einen Zaun. Sieht man nicht wirklich sehr oft. Heute stellte das aber jedenfalls kein Problem dar. Auch war die Polizei heute quasi arbeitslos. Die Jenaer unterstützen ihr Team (und zwar von allen Tribünen) typisch leidenschaftlich. Wechselgesänge der Tribünen klappten gut und solange es sportlich halbwegs passt war immer Stimmung in der Bude. Die Aachener versuchten ihr auch ihr Bestes, waren zahlenmäßig aber weit unterlegen. Sportlich ließ sich die Truppe des Ex-Erstligisten jeweils zu Beginn überraschen und der FCC ging jeweils 1:0 und 2:1 in Führung. Ein Sieg wäre auch vonnöten gewesen will man dem drohenden Abstieg in Liga 3 noch irgendwie entrinnen. Aber Aachen konterte eiskalt zurück. Aus Gerademahl 5 Chancen wurden 3 Treffer erzielt. Jena stand trotz aufopferungsvollen Spieles mit leeren Händen da. Ein Lattentreffer in der Nachspielzeit passte da wie die letzte Faust aufs Auge. Glücklich entführte die Alemannia die drei Zähler aus Thüringen und der FCC steht knapp vor dem Abgrund der dritten Liga, so da nicht noch ein sportliches Rückrundenwunder passiert. Eventuell sieht man also bald den so verhassten roten Rivalen aus Erfurt schneller wieder als viele Blau-Gelb-Weissen lieb ist. Nach dem Spiel hieß es noch gut zwei Stunden in der Jenaer Nacht Rumzubringen und dann mittels Nachtzug die Heimreise vom Bahnhof mit dem klingenden Namen „Paradies“ anzutreten. Ob man wirklich im selbigen landet wenn man dort aussteigt überlass ich mal jedem selber der sich vor Ort ein Bild macht. Heute hat’s auf jeden Fall trotz der tiefen Temperaturen Spass gemacht, und ich hätte dem FCC die drei Zähler heute vergönnt die er so dringend für den Klassenerhalt benötigt hätte. Denn die Stimmung war heute wieder „typisch ostdeutsch“ leidenschaftlich wie fast überall in den alten Ländern. Mit dem Karnevalsgetanze der Aachener wiederum kann ich besonders beim Fußball eher weniger anfangen. Aber die Karnevalszeit ist ja jetzt eh Gott sei Dank für heuer wieder vorbei… und hoffentlich wird’s bald wieder wärmer!



















































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