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Dinamo Zagreb - HSV  0:2 (0:0)

  am 05.12.2007, Stadion Maksimir, Kroatien, UEFA Cup, 20.000 Zuschauer  


Das Stadion im gleichnamigen Stadtteil Zagrebs war ursprünglich für etwa 60.000 Zuschauer geplant worden, wurde aber nie fertig gestellt – und so sieht es auch aus. Von außen erweckt es teilweise den Anschein einer hochmodernen Arena, innen zeigt es aber untrügerisch, dass es sich dabei eigentlich um eine Art Dauerbaustelle handelt. Im derzeitigen Zustand fasst es knapp 40.000 Zuschauer, fürs UEFA-Cup-Spiel gegen den HSV waren etwa die Hälfte der Plätze verkauft worden. Der Heimblock ist eine gerade, mächtige Tribüne hinter dem einen Tor, gegenüber gibt’s eine weitläufige, einrangige Kurve, an deren Rand etwa 1.000 Hamburger ihren Platz fanden. Die Haupttribüne uns gegenüber hat nur einen, dafür aber sehr hohen Rang und war zu etwa zwei Dritteln voll, wir fanden uns Mitte des Oberranges der Gegengeraden ein, wo wir ohne Probleme Platz fanden. Die größte heimische Fangruppe war unüberseh- und hörbar am Unterrang untergebracht und spannte ihren Namen „Bad Blue Boys“ mit einem mächtigen, ca. 60 mal 5 Meter großen Transparent über die gesamte Breite des Spielfeldes. Auch Lautstärke und Pyrotechnikeinsatz ließen nichts zu wünschen übrig. Mehrmals mussten die Feuerwehrkräfte kommen, um die Richtung Tor geschossenen Fackeln zu entsorgen. Ohne Laufbahn wäre es für den Goalie des Sportvereins wohl mitunter recht ungemütlich geworden. Enttäuschend waren die Hamburger Jungs, die außer Zaunfahnen und Anwesenheit nicht viel zu bieten hatten.
Das Spiel verlief recht ausgeglichen auf durchschnittlichem europäischem Niveau. Von den wenigen Chancen hatte Dinamo noch die besseren, obwohl der HSV auch einmal die Latte traf. Man genehmigte sich einige Biere, welche gemeinsam mit den nachmittäglichen für den einen oder anderen kurzzeitigen Gedächtnisausfall bei einem der Mitgereisten sorgten. Neben der Beobachtung des Spiels hatte man auch Zeit für die eine oder andere Fotosession. Immer wieder gabs heftige Anfeuerungen der „bösen Jungs“ und zeitweise wurde auch der Rest des Stadions erfolgreich zum Mitmachen animiert. Als Alles bereits mit einem torlosen Remis rechnete, kam der HSV, der auch in Halbzeit zwei einmal nur Metall traf, drei Minuten vor Schluss doch noch zu einem Tor durch Nigel de Jong, ehe Piotr Trochowski in der Nachspielzeit mittels Elfmeter den 0:2 Endstand herstellte. In diesen letzten fünf Minuten waren auch die Fans aus Norddeutschland akustisch wahrnehmbar. Wir packten uns zusammen und ohne irgendwelche Zwischenfälle gings zum Nachtzug, in dem wir bei Bier und Jause noch etwas plauderten. Die Nachtruhe im Schlafwagen wurde zwar durch Zoll und Polizei recht unsanft unterbrochen, aber immerhin gabs zumindest ein paar Stunden Schlaf, ehe man in den Slums der Randbezirke Belgrads wieder erwachte.
Echt schlimme Behausungen gibt’s da in Bahnhofsnähe – unglaublich eigentlich, wenn man die geografische Nähe zum wohlstandsverwöhnten West- und Mitteleuropa bedenkt. Zuerst wurde wieder für die Weiterfahrt gesorgt, diesmal in Form von Platzkarten für den „Nisexpress“, einem Nachtbus, welcher für die Reise nach Skopje erkoren wurde, da der Zug fürs avisierte Nachmittagshopping in Mazedonien zu spät abgefahren wäre. Nach kurzer Suche fand man auch eine Möglichkeit, sich für die nächsten Stunden vom Gepäck zu trennen. Also auf Richtung Zentrum, wo man sich Frühstück und ein bisschen Sightseeing erhoffte. Immerhin gabs Kaffee und Bier und auch erste Eindrücke der durchaus brauchbaren Fußgängerzone wurden gesammelt. Mit Kleinigkeiten „auf die Hand“ gings den doch eher breiten Weg zum Stadion von Roter Stern, nicht ohne unterwegs die eine oder andere Sehenswürdigkeit mit und ohne „Buushman“ abzulichten und das eine oder andere Gebräu zu verkosten. Am Stadion angekommen war man zunächst ein wenig geschockt ob der verlangten Kartenpreise. Während sich die Kurvenkarte mit etwa acht Euro noch im Rahmen unserer Vorstellungen bewegte, wurden für Gerade und Gegengerade teils mehr als 40 Euro verlangt. Offiziell. An der Kasse. Nicht nur für uns, sondern auch für einen Großteil der Einheimischen, deren Verdienstmöglichkeiten sicher noch schlechter als die unseren sind, hieß es daher: Kurve. Nachdem das wichtigste an Organisationsaufgaben erledigt war, blieb noch genug Zeit für die Besichtigung der Burganlage und der Stadt. Außerdem hinterließ man nette TR-Grüße im Kabinentrakt der „Freunde“ von Partizan und auch feste Nahrung in unglaublichen Massen wurde aufgenommen, ehe man abends im Linienbus wieder zum Spielort retournierte.
































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