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1. FC Saarbrücken - SV Eintracht Trier 05  1:1 (1:0)

  am 22.09.2007, Stadion Ludwigspark, Deutschland, Oberliga Südwest, 8.800 Zuschauer  


Beim erstbesten Eingang wurden Stehplatzkarten erworben, mit denen man sich, mit Ausnahme der überdachten Tribüne, relativ frei entlang der Gegengeraden und in den anschließenden Kurvensektoren bewegen konnte. Während man sich mit typisch deutscher Stadionkost (Pilsner Bier und Bratwurst zum fairen Preis) stärkte, wurden Stadion und Fanblöcke näher in Augenschein genommen.
Das Stadion ist eine geile Betonschüssel alten Zuschnitts. Tief nach unten gezogene, weitläufige Stehplatzsektoren mit einfachen Stiegen, ab und an durchzogen von Wellenbrechern. An den Längsseiten thronen zwei breite, zweirangige und überdachte Tribünen. An manchen Stellen sieht man deutlich den langsam fortschreitenden Verfall, an anderen, zum Beispiel bei den Zäunen, wurde teils ernsthaft, teils kosmetisch renoviert. Obwohl auch hier die Laufbahn den Weg vom Rang zum Spielfeld „unnötig“ verlängert insgesamt eine sehr gelungene alte Anlage, die mit der heute gebauten Massenware nichts zu tun hat und etwa 35.000 Zuschauern Platz bietet.
Auch hier gab es eine kleine Besonderheit bezüglich der Fankurven, es gab deren nämlich drei. Gegenüber unserer Standposition am Ende der Haupttribüne war der Auswärtsblock. Wie bei einem „Derby“ nicht anders zu erwarten, war dieser ziemlich gut gefüllt, sodass man bei Anpfiff schon von 800 Trierern ausgehen konnte, wovon zumindest die Hälfte recht supportwillig war. Am anderen Ende der Haupttribüne war der erste Fanblock der blaugelben Gastgeber. Etwa 1.000 Leute hatten sich dort mit Zaunfahnen und auch sonst optisch gut erkennbar postiert. Zu guter letzt gabs auch hinter den Tor einen Sektor, den man durchaus als Heimblock betiteln konnte. Auch hier waren etwa 1.000 eher junge Supporter zusammengekommen und zwar hinter dem Banner „Virage Est Saarbrücken“. Wenn man so will waren die „Kutten“ und meist älteren Semester der Saarbrücker auf der Seite, die „Ultras“ und der „Fannachwuchs“ eher hinterm Tor, wobei sich diese Gruppen natürlich auch durchmischten. Hinterm Tor hatte sich auch eine auffällig große Zahl der befreundeten Supporter des AS Nancy samt Zaunbeflaggung eingefunden. Insgesamt waren heute angeblich knapp 9.000 Zuschauer in den Ludwigspark gekommen, eine Zahl die wir kaum glauben konnten, hatten wir diese bei unseren Schätzungen doch nahezu verdoppelt.
Zu Beginn sorgten alle drei erwähnten Gruppen für ein nettes Intro: Der Auswärtsblock hatte eine schöne Portion weißen Rauch am Start. Als sich die Schwaden einigermaßen verzogen hatten kamen einige Doppelhalter und ein fettes schwarzweißes Banner mit dem Text „ANTI SB“ zum Vorschein. Die Saarbrücker“ auf der Seite präsentierten allerhand Stoff in Form von DH und mehr oder weniger großen Schwenkfahnen. Die Ostkurve brachte eine Vielzahl an Doppelhaltern und dazu ein zweizeiliges Spruchband mit den Worten „Wir schenken Euch die Stimme – schenkt ihr uns den Sieg!“. Anfeuerungstechnisch gabs dann von beiden (bzw. allen drei) Seiten eine durchaus ansprechende Leistung, vor allem wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um ein Duell innert der vierthöchsten Spielkasse handelte. Die beiden Saarbrücker Kurven versuchten sich sogar zeitweise in Ansätzen von Wechselgesängen, immer wieder gabs Schals, Doppelhalter und Schwenkfahnen und auch mittels Spruchband richtete man sich einige Nettigkeiten aus.
Am Feld verlief das Spiel in der ersten halben Stunde recht ausgeglichen bis der FC den Druck kurzzeitig erhöhte und verdient in Führung ging. Anschließend zogen sich die Gastgeber aber, vor allem in der zweiten Hälfte, immer mehr zurück und wurden zehn Minuten vor dem Abpfiff mit dem Ausgleich bestraft. Dieser wurde natürlich im Trier-Block ordentlich abgefeiert.
Unsere „Partie“ war mittlerweile kurzfristig wieder zum Quintett angewachsen. Der Linke vom Xindl hatte sich auch hierher auf den Weg gemacht und nach einer mehr oder weniger unsinnigen Odyssee durch die Stadt traf man sich im richtigen (*gg*) Stadion wieder. Nach einigen Plaudereien über das zuletzt Erlebte und erneuten Investitionen in stadiongastronomische Erzeugnisse gings retour zum Auto, wo der Linke mit GL Michael die Plätze tauschte. Während uns der erstgenannte via Nancy nach Innsbruck begleitete, schlug sich der Linzer Löwe per Zug mit Hoppingstop in Strassburg in die Tiroler Hauptstadt durch. Im Abfahrtsstau waren noch diverse Laufspielchen der Trierer mit einer Hundertschaft Robocops zu beobachten, heftigerer Körperkontakt fand aber in unsrem Blickfeld nicht statt.
Die Weiterfahrt nach Nancy gestaltete sich als relativ stressfrei – auf den Autobahnen und Schnellstaßen kam man trotz einiger Pausen gut voran, sodass wir genug Zeit hatten, einzuchecken (natürlich wieder Formule 1) und mittels öffentlicher Verkehrsmittel zum Stadion anzureisen.






















































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